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International 14.04.2026, 01:52 Aktualisiert: 14.04.2026, 12:13

US-Seeblockade der Straße von Hormus beginnt – Erste Schiffe passieren trotz Sanktionen

Die US-Marine blockiert seit Montag Schiffe aus iranischen Häfen in der Straße von Hormus.

Wichtige Fakten

  • Die US-Marine blockiert seit Montag Schiffe aus iranischen Häfen in der Straße von Hormus.
  • Mehr als 15 US-Kriegsschiffe sind an der Blockade beteiligt, darunter Flugzeugträger und Lenkwaffenzerstörer.
  • UN-Generalsekretär Guterres fordert Respektierung der Schifffahrtsfreiheit und Fortsetzung der Gespräche.
  • Erste sanktionierte Tanker passieren die Blockade, da sie nicht iranische Häfen anlaufen.
  • Die Blockade kostet Iran schätzungsweise 276 Millionen Dollar täglich an Exporteinnahmen.

Einführung der Seeblockade und militärische Präsenz

Die US-Kriegsmarine hat mit der angekündigten Seeblockade der Straße von Hormus begonnen, die sich gegen den Handel mit Iran richtet. Nach Angaben hochrangiger US-Regierungsvertreter sind mehr als 15 Kriegsschiffe beteiligt, darunter Flugzeugträger, Lenkwaffenzerstörer und amphibische Angriffsschiffe. Die Blockade betrifft Schiffe, die aus iranischen Häfen oder Küstengebieten kommen oder diese anlaufen, während der Verkehr anderer Häfen nicht behindert wird. US-Präsident Donald Trump drohte, iranische Kriegsschiffe zu versenken, die sich US-Einheiten nähern, nachdem er die Maßnahme nach gescheiterten Verhandlungen in Pakistan angekündigt hatte.

Internationale Reaktionen und erste Durchfahrten

UN-Generalsekretär António Guterres forderte alle Parteien auf, die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten und mahnte eine Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und Iran an. Iran warf den USA Piraterie vor und drohte mit Angriffen auf Häfen in der Region. Trotz der Blockade passierten erste sanktionierte Tanker die Meerenge, darunter der chinesische Tanker Rich Starry und der Tanker Murlikishan, die Methanol bzw. Heizöl transportieren. Diese Schiffe unterliegen nicht der Blockade, da sie keine iranischen Häfen ansteuern. Laut BBC Verify haben mindestens vier Schiffe mit Verbindungen zu Iran die Straße durchquert, darunter der Bulk Carrier Christianna und der Tanker Elpis.

Diplomatische Entwicklungen und wirtschaftliche Auswirkungen

Die Blockade zielt darauf ab, die stark ölabhängige iranische Wirtschaft zu schwächen, was bereits zu steigenden Ölpreisen geführt hat. Experten schätzen, dass Iran täglich etwa 276 Millionen Dollar an Exporteinnahmen verliert. Neue Gespräche zwischen den USA und Iran könnten in Pakistan später diese Woche oder Anfang nächster Woche stattfinden, wobei Iran eine fünfjährige Aussetzung der Urananreicherung vorgeschlagen hat, während die USA 20 Jahre fordern. Gleichzeitig kündigten die UK-Premierministerin Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron einen Gipfel in Paris an, um eine multinationale Initiative zur Wiedereröffnung der Meerenge zu koordinieren. Trotz eines von Pakistan vermittelten Waffenstillstands bleibt die Lage angespannt, mit anhaltenden Kämpfen im Süden Libanons.

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