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International 14.04.2026, 01:52 Aktualisiert: 14.04.2026, 23:08

US-Seeblockade der Straße von Hormus: Erste Schiffe passieren trotz Blockade

Die USA blockieren seit Montag Schiffe aus iranischen Häfen in der Straße von Hormus.

Wichtige Fakten

  • Die USA blockieren seit Montag Schiffe aus iranischen Häfen in der Straße von Hormus.
  • Mehr als 15 US-Kriegsschiffe sind an der Blockade beteiligt, darunter Flugzeugträger und Lenkwaffenzerstörer.
  • Die USA melden, sechs Handelsschiffe hätten sich zurückdrehen müssen; einige Schiffe passierten trotzdem.
  • Thailand und andere südostasiatische Länder leiden unter Lieferengpässen und stark gestiegenen Energiepreisen.
  • Neue direkte Friedensgespräche zwischen USA und Iran könnten in den nächsten Tagen in Islamabad stattfinden.

US-Seeblockade in Kraft mit gemischten Ergebnissen

Die US-Kriegsmarine hat mit der angekündigten Seeblockade der Straße von Hormus begonnen, die sich gegen den Handel mit Iran richtet. Nach Angaben hochrangiger US-Regierungsvertreter sind mehr als 15 Kriegsschiffe beteiligt, darunter Flugzeugträger, Lenkwaffenzerstörer und amphibische Angriffsschiffe. Die Blockade betrifft Schiffe, die aus iranischen Häfen oder Küstengebieten kommen oder diese anlaufen, während der Verkehr anderer Häfen nicht behindert wird. US-Präsident Donald Trump drohte, iranische Kriegsschiffe zu versenken, die sich US-Einheiten nähern, nachdem er die Maßnahme nach gescheiterten Verhandlungen in Pakistan angekündigt hatte.

Erste Schiffe passieren trotz Blockade

Laut Schiffsverfolgungsdaten haben mindestens vier Schiffe mit Verbindungen zu Iran trotz der US-Blockade die Straße von Hormus durchquert, darunter der sanktionierte chinesische Tanker Rich Starry und der Tanker Elpis. Die US-Militärbehörde Centcom gab jedoch an, dass sechs Handelsschiffe den Anweisungen gefolgt seien und sich zurückgedreht hätten, und dass „keine Schiffe aus iranischen Häfen die Blockade passiert hätten“. Diese Diskrepanz könnte auf unvollständige Daten oder „Spoofing“ von Positionssignalen zurückzuführen sein. Experten weisen darauf hin, dass Schiffe nun eine nördlichere Route nahe der iranischen Küste nehmen, um möglichen Seeminen auszuweichen.

Internationale Reaktionen und wirtschaftliche Auswirkungen

UN-Generalsekretär António Guterres forderte alle Parteien auf, die freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten und mahnte eine Fortsetzung der Gespräche zwischen den USA und Iran an. Iran warf den USA Piraterie vor und drohte mit Angriffen auf Häfen in der Region. Die Blockade hat bereits zu erheblichen wirtschaftlichen Folgen geführt: In Thailand sind die Preise für Plastik und Treibstoff um 30 Prozent gestiegen, und es drohen Lieferengpässe. Der IWF warnt vor einer globalen Rezession bei anhaltend hohen Energiepreisen, während Russland von steigenden Öleinnahmen profitiert.

Neue diplomatische Entwicklungen

Neue direkte Friedensgespräche zwischen den USA und Iran könnten noch diese Woche in Islamabad stattfinden, möglicherweise bereits in den nächsten zwei Tagen, wie Trump in einem Interview andeutete. Pakistan, China, Ägypten, Saudi-Arabien und die Türkei setzen sich für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen ein, bevor die Waffenruhe am 22. April ausläuft. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer werden am Freitag einen Gipfel in Paris abhalten, um Pläne für die Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu koordinieren. Unterdessen profitieren große Ölkonzerne wie BP und Shell von den gestiegenen Ölpreisen.

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