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Wirtschaft 20.02.2026, 16:58 Aktualisiert: 20.02.2026, 18:03

US-Wirtschaftswachstum 2025 schwächer als erwartet

US-BIP stieg im Q4 2025 um 1,4% (annualisiert), Experten erwarteten 2,8%

Wichtige Fakten

  • US-BIP stieg im Q4 2025 um 1,4% (annualisiert), Experten erwarteten 2,8%
  • Gesamtwachstum 2025 betrug 2,2% nach 2,8% im Vorjahr
  • Shutdown kostete schätzungsweise 1-2 Prozentpunkte Wachstum
  • Fed erwartet Zinssenkungen erst Mitte 2026 unter neuem Chef

Wachstumsabschwächung zum Jahresende 2025

Die US-Wirtschaft hat sich im vierten Quartal 2025 schwächer entwickelt als erwartet, mit einem BIP-Anstieg von nur 1,4% (annualisiert) gegenüber erwarteten 2,8%. Für das gesamte Jahr 2025 betrug das Wachstum 2,2%, nach 2,8% im Vorjahr. Ein Grund für die Abschwächung war der 43-tägige Regierungs-Shutdown im Herbst, der laut Schätzungen 1-2 Prozentpunkte Wachstum kostete.

Gemischte Reaktionen und politischer Kontext

Analysten bewerten die Zahlen gemischt: Während KfW-Experte Stephan Bales ein solides Wachstum von 2,2% trotz politischer Unsicherheit hervorhebt, verweist Heather Long auf Frustration durch mangelndes Beschäftigungswachstum. US-Präsident Donald Trump machte die oppositionellen Demokraten für den Shutdown verantwortlich, während der unabhängige Haushaltsausschuss die wirtschaftlichen Folgen als weniger gravierend einschätzt.

Auswirkungen auf Geldpolitik und Zukunft

Die schwachen Daten könnten die Geldpolitik der US-Notenbank beeinflussen, wobei Experten wie Christoph Balz von der Commerzbank erwarten, dass die Fed erst Mitte 2026 unter einem neuen Notenbankchef die Zinsen senkt. Trump hat bereits Kevin Warsh als möglichen Nachfolger für Jerome Powell nominiert, dessen Amtszeit im Mai endet.

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