USA brauchen 4,6 Billionen Dollar für Weltklasse-ÖPNV
Wichtige Fakten
- • 4,6 Billionen Dollar nötig für ÖPNV-Aufwertung.
- • Houston hat 16 Verkehrsmittel pro 100.000 Einwohner, Paris 118.
- • Nur New York City nähert sich Weltklasse-Standard.
- • US-Regierung kürzt ÖPNV-Mittel, fördert Autoverkehr.
- • Bessere ÖPNV könnte Wirtschaft und Umwelt helfen.
ÖPNV-Lücke in den USA: 4,6 Billionen Dollar nötig
Laut einem Bericht von Transportation for America müssten US-amerikanische Städte rund 4,6 Billionen Dollar investieren, um einen Weltklasse-öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. Derzeit liegen US-Städte beim ÖPNV-Angebot weit hinter internationalen Metropolen zurück: Houston hat nur 16 Verkehrsmittel pro 100.000 Einwohner, während Paris auf 118 kommt. Als fast einzige US-Stadt erreicht New York City annähernd Weltklasse-Standard, liegt aber unter dem Niveau von Teheran, Bengaluru oder Warschau. Viele Städte wie Detroit (8) oder Indianapolis (7) haben extrem schlechte Werte.
Finanzierung und Prioritäten
Die hohen Kosten sind erreichbar, da die USA für Autobahnen in den nächsten 20 Jahren 6,3 Billionen Dollar ausgeben – ein Bruchteil dieser Mittel würde genügen, um den ÖPNV zu revolutionieren. Dennoch fließen über 80 Prozent der Bundesmittel im Transportbereich in den Autobahnbau. Studienautor Corrigan Salerno kritisiert die falsche Prioritätensetzung. Politischer Druck kommt von der Trump-Administration, die ÖPNV-Mittel gekürzt und geplante Hochgeschwindigkeitstrecken in Texas und Kalifornien gestoppt hat.
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