USA fordern mehr Sicherheitseigenverantwortung im Indopazifik
Wichtige Fakten
- • US-Verteidigungsminister Hegseth fordert höhere Militärausgaben asiatischer Verbündeter.
- • China agiert im Indopazifik zunehmend aggressiv und rüstet auf.
- • Zweifel an Verlässlichkeit und Kapazität der USA in der Region wachsen.
- • Asiatische Länder suchen zunehmend neue Sicherheitspartnerschaften, auch minilaterale.
- • Hegseth kritisiert Europas Fokus auf Russland und mangelndes Asien-Engagement.
US-Position auf dem Shangri-La-Dialog
Beim jährlichen Shangri-La-Dialog in Singapur forderte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die asiatischen Partnerländer auf, mehr für ihre eigene Verteidigung zu tun. Er kritisierte, dass die USA zu lange die Sicherheit der Region „subventioniert“ hätten, während viele Verbündete ihre Fähigkeiten hätten verkümmern lassen. Hegseth betonte den Wandel hin zu „Partnern, nicht Schützlingen“ und verwies auf die Bedrohung durch China.
Wachsende Bedrohung und Zweifel an Zuverlässigkeit
China rüstet massiv auf und zeigt sich zunehmend aggressiv, etwa bei Zusammenstößen mit der niederländischen Marine. Experten vor Ort äußern Zweifel, ob die USA aufgrund anderer Krisen (z.B. Iran-Konflikt) dauerhaft genug Ressourcen für die Region haben. Die Nachfrage nach alternativen Sicherheitspartnerschaften steigt, es entstehen vermehrt minilaterale Koalitionen zu Themen wie Energiesicherheit oder Verteidigung.
Kritik an Europa
Hegseth griff auch die europäischen Verbündeten ungewöhnlich scharf an. Sie seien zu sehr mit Russland beschäftigt und sollten sich ein Beispiel am pragmatischen, interessengetriebenen Ansatz der Asiaten nehmen. Nötig seien weniger Konferenzen, sondern mehr „Schiffe und U-Boote“.
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