Teilen:
Politik 29.05.2026, 01:56 Aktualisiert: 29.05.2026, 12:01

Berichte über mögliches Rahmenabkommen zwischen USA und Iran vorerst nicht bestätigt

Unterhändler einigten sich auf 60-tägiges Rahmenabkommen.

Wichtige Fakten

  • Unterhändler einigten sich auf 60-tägiges Rahmenabkommen.
  • Trumps und Irans Zustimmung steht noch aus.
  • Knackpunkte: Urananreicherung und Sanktionslockerungen.
  • Iran dementiert vorläufige Einigung.
  • Pakistan vermittelt, Außenminister reist nach Washington.

Vorläufige Einigung noch nicht bestätigt

Unterhändler der USA und des Iran haben einem Bericht des US-Nachrichtenportals Axios zufolge eine vorläufige Einigung auf ein 60-tägiges Rahmenabkommen erzielt. Der Entwurf sieht eine Verlängerung der Waffenruhe, die Öffnung der Straße von Hormus und die Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm vor. Allerdings fehlt noch die Zustimmung von US-Präsident Donald Trump und der iranischen Führung. Trump erbat sich Bedenkzeit, wie Vizepräsident JD Vance bestätigte. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete unter Berufung auf eine dem Verhandlungsteam nahestehende Quelle, der Text sei weder fertiggestellt noch bestätigt. Auch US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte die Berichte nicht und verwies auf die Entscheidung des Präsidenten.

Knackpunkte und wirtschaftliche Bedeutung

Zu den Knackpunkten zählen der Stopp des iranischen Atomprogramms und die Freigabe eingefrorener Gelder. Kern des Rahmens ist die Wiederaufnahme des uneingeschränkten Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus, durch die 20 Prozent des weltweiten Ölhandels fließen. Iran verspricht, Minen innerhalb von 30 Tagen zu räumen, im Gegenzug sollen die USA ihre Seeblockade aufheben. Die Einigung könnte die drastisch gestiegenen Ölpreise senken: Brent-Rohöl fiel bereits unter 92 Dollar je Fass. Die hohen Energiepreise trieben die Inflation in Deutschland im April auf 2,9 Prozent und die US-Inflation auf ein Drei-Jahres-Hoch.

Waffenruhe unter Belastung

Obwohl seit dem 8. April eine Waffenruhe gilt, kam es erneut zu beidseitigen Angriffen: Die USA beschossen iranische Raketenstellungen, während Iran den Abschuss eines US-Flugzeugs nahe Buschehr meldete – eine Behauptung, die Washington zurückwies. Trump zeigte sich unzufrieden mit dem iranischen Angebot und drohte mit einer Rückkehr zu Kampfhandlungen. Pakistan versucht als Vermittler zu wirken; Außenminister Dar reist am Freitag nach Washington. Das Rahmenabkommen würde eine Verhandlungsgrundlage für eine dauerhafte Lösung schaffen, doch der Ausgang bleibt offen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.