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International 18.04.2026, 08:00 Aktualisiert: 18.04.2026, 23:06

Venezuelas Opposition sucht nach Maduros Sturz neuen Schwung

María Corina Machado plant eine Großdemonstration in Madrid, um ihre Bewegung zu revitalisieren.

Wichtige Fakten

  • María Corina Machado plant eine Großdemonstration in Madrid, um ihre Bewegung zu revitalisieren.
  • US-Präsident Trump unterstützt die nicht gewählte Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez nach Maduros Festnahme.
  • Rodríguez hat Schlüsselverbündete Maduros aus der Regierung entfernt und präsentiert sich als Technokratin.
  • Oppositionsanhänger kritisieren das Ausbleiben von Neuwahlen und einen demokratischen Übergang.
  • Machado traf europäische Spitzenpolitiker, aber nicht Spaniens Ministerpräsident Sánchez.

Opposition mobilisiert im Exil

Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado plant eine Großkundgebung in Madrid, um ihre Bewegung nach der Entmachtung von Präsident Nicolás Maduro wiederzubeleben. Machado, die seit Dezember im Exil ist, sieht sich nach Maduros Festnahme durch US-Truppen am 3. Januar politisch marginalisiert, da die US-Regierung unter Donald Trump stattdessen Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez unterstützt.

Machtkonsolidierung unter Rodríguez

Rodríguez, die nicht demokratisch gewählt wurde, hat in Machados Abwesenheit die Macht gefestigt, indem sie Schlüsselverbündete Maduros aus der Regierung entfernte und sich als technokratische Führungskraft präsentiert, die die Wirtschaft ankurbeln will. Die USA haben Sanktionen gegen Rodríguez aufgehoben und Lizenzen für Investitionen erteilt, was ihre Position stärkt, während die Opposition ausgeschlossen bleibt.

Demokratischer Übergang ungewiss

Oppositionsanhänger kritisieren das Fehlen eines demokratischen Übergangs und fordern Neuwahlen, wie sie die Verfassung innerhalb von sieben Monaten nach dem Ausscheiden eines Präsidenten vorschreibt. Machado traf sich mit europäischen Politikern wie Emmanuel Macron und Rob Jetten, vermied jedoch ein Treffen mit Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, der die US-Intervention in Venezuela kritisiert hat.

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