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Regierung streitet Absprachen mit Taliban weiter ab trotz neuer Enthüllungen
Die Bundesregierung lehnt offizielle Absprachen mit den Taliban ab.
Wichtige Fakten
- • Die Bundesregierung lehnt offizielle Absprachen mit den Taliban ab.
- • Afghanische Straftäter können mit Zustimmung der Taliban abgeschoben werden.
- • Erstmals arbeiten Taliban-Diplomaten in Deutschland, um Abschiebungen zu erleichtern.
- • Der afghanische Ex-Diplomat Hamid Kabiri ist sich sicher, dass es einen Deal zwischen Deutschland und den Taliban gibt.
- • Ein ehemaliger Spitzenbeamter sieht die Anwesenheit der Taliban-Diplomaten in Deutschland als Zugeständnis an.
- • Die Taliban fordern offiziell alle diplomatischen Vertretungen Afghanistans in Deutschland für sich.
- • Nur noch drei Diplomaten der Vorgängerregierung verbleiben, während die Taliban mehr eigene entsenden wollen.
Trotz kontinuierlicher Dementis der Bundesregierung bezüglich Absprachen mit den Taliban, deutet eine aktuelle ARD-Recherche darauf hin, dass bereits bestimmte Zugeständnisse gemacht wurden. Hochrangige Beamte aus dem Innenministerium haben bestätigt, dass afghanische Straftäter mit Zustimmung der Taliban abgeschoben werden dürfen, jedoch nicht ohne zumindest eine indirekte Anerkennung des Taliban-Regimes. Ex-Diplomat Hamid Kabiri und weitere Insider vermuten, dass die Entsendung von Taliban-Diplomaten nach Deutschland Teil eines inoffiziellen Deals ist, obwohl offizielle Stellen das abstreiten. Die Taliban erhöhen nun den Druck, indem sie mehr diplomatische Vertretungen fordern und damit die bestehenden diplomatischen Strukturen gefährden. Seit dem Herbst wurden erst vier Straftäter nach Kabul abgeschoben, was deutlich weniger ist als von der Bundesregierung gewünscht.
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