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International 13.01.2026, 09:50 Aktualisiert: 13.01.2026, 16:01

Verschiebung des BND-Satellitenprojekts trotz umfangreicher Investitionen

Die BND-Satelliten sollen ursprünglich 2022 gestartet werden, dies wurde jedoch mehrmals verschoben, zuletzt auf unbestimmte Zeit in 2026.

Wichtige Fakten

  • Die BND-Satelliten sollen ursprünglich 2022 gestartet werden, dies wurde jedoch mehrmals verschoben, zuletzt auf unbestimmte Zeit in 2026.
  • Mehr als eine halbe Milliarde Euro wurden in das Projekt investiert.
  • Die Verzögerungen werden teils auf schlechte Erfahrungen mit Bundeswehr-Satelliten zurückgeführt.
  • Der BND möchte unabhängiger von US-Geheimdiensten werden.
  • Das Raumfahrtunternehmen OHB aus Bremen ist mit dem Bau der Satelliten beauftragt.
  • Über die genauen Gründe der Verzögerungen gibt es kaum öffentliche Informationen.
  • Die künftigen optischen Satelliten des BND sind bei bewölktem Himmel nicht einsatzfähig, dafür aber hochpräzise bei klarem Wetter.
Seit mehr als einem Jahrzehnt wartet der BND auf eigene Satelliten für die unabhängige Aufklärung. Obwohl die Bundesregierung über eine halbe Milliarde Euro in das GEORG-Projekt investiert hat, ist der Start des Satellitensystems erneut ohne festen Termin. Diese Verzögerung beruht teils auf den Part des Raumfahrtunternehmens OHB sowie auf schlechten Erfahrungen mit Bundeswehr-Satelliten, deren Antennen 2023 nicht funktionierten. Weiterhin wird die Realisierung auch durch die komplexe Planung erschwert. Trotz internationaler Kooperation ist die Abhängigkeit von US-amerikanischen Diensten in deutschen Sicherheitskreisen allgemein kritisch und es fehlen ausreichende nationale Alternativen.

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