Volkswagen streicht 100.000 Stellen bis 2030 und prüft Werkschließungen
Wichtige Fakten
- • VW streicht bis 2030 insgesamt 100.000 Stellen.
- • Aufsichtsrat stimmte am 03.09.2026 einstimmig zu.
- • Werke in Emden, Zwickau, Hannover, Neckarsulm betroffen.
- • Modellpalette wird um die Hälfte reduziert.
- • Einstimmiger Beschluss, Betriebsrat verhindert Eskalation.
Volkswagen beschließt tiefgreifendes Sparpaket
Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat überraschend ein umfassendes Sparpaket gebilligt, das den größten Stellenabbau in der Geschichte des Autokonzerns vorsieht. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, sollen bis 2030 insgesamt 100.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Damit einher geht eine Halbierung der Modellpalette sowie die mögliche Schließung von vier deutschen Werken, falls keine alternativen Verwendungen gefunden werden.
Zukunft der Standorte ungewiss
Für die Werke Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm kann Volkswagen 'keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gestaffelt ab 2031 bis 2034 gewährleisten', wie es in der offiziellen Mitteilung des Konzerns heißt. Diese Standorte stünden daher vor dem Aus, sofern keine profitablen Alternativen entwickelt werden. Parallel sollen Konzepte geprüft werden, um die Produktionsstruktur nachhaltig und wettbewerbsfähig zu gestalten. Darüber hinaus wird die Entwicklungsabteilung personell erheblich reduziert und die Fertigungstiefe verringert.
Reaktionen: Erleichterung über Einigung, Kritik an Kommunikation
IG Metall und Betriebsrat zeigten sich nach dem einstimmigen Votum zunächst erleichtert. In einer gemeinsamen Erklärung betonten Christiane Benner und Daniela Cavallo, man habe den Konfrontationskurs abwenden können. Wenn überhaupt von Winsen die Rede sei, so sei eine Schließung nicht besiegelt. Allerdings kritisieren die Arbeitnehmervertreter die Kommunikationsstrategie des Unternehmens scharf. 'Mehrere Behauptungen des Vorstands waren in den vergangenen Wochen nicht zielführend', heiß es. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies begrüßte das Signal, betonte aber die Notwendigkeit langfristiger Perspektiven für alle Standorte.
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