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International 10.03.2026, 11:43

Von der Leyen bezeichnet Atomkraft-Ausstieg als strategischen Fehler

Von der Leyen nennt Atomkraft-Ausstieg strategischen Fehler

Wichtige Fakten

  • Von der Leyen nennt Atomkraft-Ausstieg strategischen Fehler
  • EU plant 200 Millionen Euro Risikoabsicherung für Investoren
  • Atomkraftanteil am EU-Strommix sank von 30% (1990) auf 15%
  • Frankreich fordert Gleichstellung von Atom- und erneuerbaren Energien
  • Deutschland schaltete letzte AKWs 2023 ab und ist nicht vertreten

Von der Leyen kritisiert Atomkraft-Ausstieg

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat auf einem Atomenergie-Gipfel in Frankreich die Abkehr von der Kernkraft in Europa als "strategischen Fehler" bezeichnet. Sie kündigte an, dass die EU künftig private Investitionen in neue Atomtechnologien mit Risikoabsicherungen in Höhe von 200 Millionen Euro unterstützen wird, wobei die Mittel aus dem Emissionshandel stammen sollen.

Frankreich drängt auf Gleichstellung

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron setzte sich im Vorfeld des Treffens für bessere Finanzierungsmöglichkeiten und eine Gleichstellung von Atom- und erneuerbaren Energien ein. Er forderte zudem mehr Investitionen in kleine modulare Reaktoren (SMR), um mit Ländern wie den USA, Kanada und China Schritt zu halten. An dem Gipfel nahmen Vertreter von etwa 40 Staaten teil, darunter neun Staats- und Regierungschefs.

Deutschland bleibt außen vor

Deutschland, das im April 2023 seine letzten Atomkraftwerke abgeschaltet hatte, war nicht auf dem Gipfel vertreten. Im Streit um EU-Gelder für Atomkraft hatte sich Deutschland zuvor der französischen Position angenähert, wobei Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) offen für Forschungsförderung zu SMR-Reaktoren aus dem EU-Haushalt zeigte.

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