Waldbrände in Indonesien außer Kontrolle: Orang-Utans in Gefahr
Wichtige Fakten
- • Über 200.000 Hektar sind abgebrannt.
- • Ursache sind außer Kontrolle geratene Brandrodungen.
- • Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht.
- • Rauch zieht bis nach Malaysia und Singapur.
Ausbreitung der Brände
In Indonesien wüten weiterhin schwere Waldbrände, insbesondere auf der Insel Borneo in der Region Kalimantan und auf Sumatra. Nach offiziellen Angaben ist bereits mehr als 200.000 Hektar Land verbrannt. Die Brände sind nicht unter Kontrolle, weshalb auch die indonesische Armee bei den Löscharbeiten unterstützt.
Löschmaßnahmen
Besonders schwierig gestaltet sich das Löschen in Moorgebieten, da sich die Feuer auch unterirdisch ausbreiten. Um die Untergrundbrände zu ersticken, setzen Einsatzkräfte neue Methoden mit Rohren ein, während Flugzeuge Chemikalien ausbringen, um künstlichen Regen zu erzeugen.
Ursachen
Behörden vermuten, dass außer Kontrolle geratene Brandrodungen für die Feuer verantwortlich sind. Gerodet wird für Palmölplantagen, Papier und Seltene Erden. Eine schwere Trockenperiode, möglicherweise verstärkt durch El Niño, verschärft die Lage.
Auswirkungen
Rauchschwaden und Smog ziehen bis nach Malaysia, Singapur und auf die Philippinen. Tausende Kinder erhalten nur noch Online-Unterricht, und offizielle Feiern zum Nationalfeiertag wurden nach innen verlegt. Besonders besorgniserregend ist die Bedrohung für Orang-Utans, deren Lebensraum auf Borneo und Sumatra schrumpft. Die IUCN stuft die Tiere als 'vom Aussterben bedroht' ein, und gerettete Tiere leiden oft an den Folgen der Rauchbelastung.
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