Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr: Verdi erhöht Druck in Tarifverhandlungen
Wichtige Fakten
- • Ver.di fordert mehr Geld und kürzere Arbeitszeiten für 9.000 Beschäftigte.
- • Arbeitgeber bieten über 9% Lohnplus und 37,5-Stunden-Woche ab 2029.
- • Warnstreiks betreffen Augsburg, Nürnberg und Landshut in dieser Woche.
- • Nächste Verhandlungsrunde findet am 15. April in Nürnberg statt.
Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr
Die Gewerkschaft Ver.di hat in Bayern zu neuen Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband erneut ohne Ergebnis blieben. Die Streiks verteilen sich über die Woche und betreffen verschiedene Städte wie Augsburg, Nürnberg und Landshut, wo Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen weitgehend zum Erliegen kommen. München bleibt in dieser Woche größtenteils verschont, um die bereits beeinträchtigte S-Bahn-Stammstrecke nicht zusätzlich zu belasten, allerdings gelten Streikaufrufe für Verwaltung und Werkstätten.
Tarifkonflikt und Verhandlungspositionen
Die Arbeitgeber kritisieren die Warnstreiks als unangemessen und verweisen auf ein verbessertes Angebot mit einem Lohnplus von über neun Prozent und einer Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 37,5 Stunden ab Juli 2029. Ver.di lehnt dies ab und fordert stattdessen eine 35-Stunden-Woche sowie höhere Lohnsteigerungen. Beide Seiten haben sich in den Verhandlungen bewegt, aber keine Einigung erzielt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 15. April in Nürnberg angesetzt, wo auch parallel mit der Nahverkehrsgewerkschaft im Beamtenbund verhandelt wird.
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