Wellington kämpft mit katastrophalem Abwasserleck nach Kollaps der Kläranlage
Wichtige Fakten
- • Am 4. Februar zerstörte ein elektrischer Ausfall 80% der Moa Point Kläranlage in Wellington.
- • Seitdem fließen täglich Millionen Liter unbehandeltes Abwasser in Küstengewässer und ein Meeresschutzgebiet.
- • Die Behörden warnen vor Gesundheitsrisiken und ökologischen Schäden an gefährdeten Arten.
- • Eine staatliche Untersuchung prüft die Ursachen und langjährige Unterinvestitionen in die Infrastruktur.
- • Die Kläranlage wird von mehreren lokalen Behörden und dem französischen Unternehmen Veolia betrieben.
Katastrophaler Kollaps der Kläranlage
Seit dem 4. Februar fließen täglich Millionen Liter unbehandeltes und nur grob gefiltertes Abwasser aus der zusammengebrochenen Kläranlage Moa Point in Wellington in die Küstengewässer und das angrenzende Taputeranga Meeresschutzgebiet. Ein elektrischer Ausfall hatte 80% der Anlagenkomponenten zerstört, was zu einer der schwersten Umweltkatastrophen der Region führte. Strände sind gesperrt, Gesundheitswarnungen wurden ausgesprochen, und Anwohner berichten von sichtbarer Verschmutzung.
Ökologische und wirtschaftliche Folgen
Die anhaltende Einleitung bedroht marine Ökosysteme, darunter gefährdete Arten wie den kleinen blauen Pinguin (Kororā), Muscheln, Seeschwämme und Krebstiere. Meeresbiologen warnen vor Massensterben von Kelpwäldern und Anreicherung von Krankheitserregern in Schalentieren. Lokale Unternehmen verzeichnen Verluste durch Strandsperrungen, während Bewohner und Umweltschützer die Verantwortlichen für langjährige Vernachlässigung der Infrastruktur kritisieren.
Politische Reaktionen und Untersuchungen
Die Regierung hat eine staatliche Untersuchung eingeleitet, um die Ursachen des Versagens und mögliche frühere Warnzeichen zu klären. Lokale Behörden und der Betreiber Veolia verweisen auf die Untersuchung und machen keine weiteren Angaben. Kritiker wie der Wellingtoner Bürgermeister Andrew Little und Green-Party-Abgeordnete Tamatha Paul sehen systemische Probleme durch Unterinvestitionen und komplexe Verwaltungsstrukturen. Die Regierung plant mit Tiaki Wai eine neue Wasserversorgungsentität ab Juli, um Dienstleistungen zu verbessern.
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