Weltmeere erreichen Rekordtemperatur: 21,1 Grad im August
Wichtige Fakten
- • Am 22. August 2026: globale Meeresoberflächentemperatur bei 21,1 Grad.
- • Bisheriger Rekord war 21,09 Grad im März 2024.
- • Hauptursache: menschengemachte Erderwärmung und El Niño.
- • Rekordzeitpunkt ungewöhnlich, üblich ist März oder April.
- • Steigende Temperaturen gefährden Korallenriffe und Ökosysteme.
Rekordhitze in den Ozeanen
Am 22. August 2026 haben die Weltmeere einen neuen Temperaturrekord aufgestellt: Die durchschnittliche Oberflächentemperatur außerhalb der Polarregionen erreichte laut dem EU-Programm Copernicus 21,1 Grad Celsius. Damit wurde der bisherige Spitzenwert von 21,09 Grad aus dem März 2024 leicht übertroffen. Für Klimaforscher ist der Zeitpunkt besonders bemerkenswert, da die globalen Ozeantemperaturen normalerweise im März oder April ihren Jahreshöhepunkt erreichen, nicht im August.
Ursachen: Klimawandel und El Niño
Wie die Deutsche Welle und die BBC berichten, führen die Klimawissenschaftler den erneuten Anstieg auf zwei Hauptfaktoren zurück: den anhaltenden Ausstoß von Treibhausgasen sowie das Klimaphänomen El Niño im tropischen Pazifik. Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erklärte gegenüber den Medien, dass die Ozeane bereits über 90 Prozent der durch Treibhausgase verursachten Wärme absorbieren. El Niño, der bis Weihnachten weiter an Stärke zunehmen soll, verstärkt diesen Effekt zusätzlich.
Folgen und Warnungen
Die anhaltend hohen Meerestemperaturen haben weitreichende Konsequenzen: Sie erhöhen die Risiken für Küstengemeinden, verstärken korallenbleichende Ereignisse und fördern extreme Wetterphänomene, stärkere Stürme und heftige Niederschläge. Copernicus-Vertreterin Samantha Burgess bezeichnete den Rekord als deutliches Zeichen eines zunehmend unter Druck stehenden Ozeans, während Julian Smyth von der Plymouth Marine Laboratory die beispiellosen Zustände im Ärmelkanal hervorhebt.
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