Klimaneutralität 2045: Wirtschaft und Politik fordern Verschiebung, Kritik aus der Union
Wichtige Fakten
- • IGBCE und RWE-Chef fordern Anpassung an EU-Ziel 2050.
- • IW-Chef Hüther und CDU-Politikerin Connemann unterstützen Aufschub.
- • CDU-Politiker Heilmann warnt vor wirtschaftlichen Nachteilen einer Verschiebung.
- • Klimaziel 2045 ist weiter erreichbar, erfordert aber verstärkte Investitionen.
Debatte um Klimaziel 2045: Aufschub gefordert
Deutschland soll laut aktuellem Klimaschutzgesetz bis 2045 klimaneutral sein. Doch führende Vertreter aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik fordern nun eine Verschiebung auf 2050, um die Industrie zu entlasten und Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. Der Chef der IGBCE, Michael Vassiliadis, und der RWE-Vorstandsvorsitzende Markus Krebber argumentieren, der deutsche Sonderweg verteuere den Standort, ohne globale Klimavorteile zu bringen, da eingesparte Emissionen nur in andere EU-Länder verlagert würden.
Unterstützung aus der CDU
Auch Michael Hüther (IW) und Gitta Connemann (CDU) sprechen sich für mehr Zeit aus. Connemann warnt davor, Unternehmen vor 2039 die Brücke zu nehmen, bevor das andere Ufer erreichbar sei. Die IGBCE fordert zudem in einem Positionspapier, das Abschmelzen der Emissionsberechtigungen zeitlich zu strecken. Die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD hielten im Koalitionsvertrag bislang am Zieldatum 2045 fest.
Widerstand aus den eigenen Reihen
Der Vorsitzende der Klima-Union, Thomas Heilmann (CDU), lehnt eine Verschiebung ab. Er bezeichnet die Debatte als wirtschaftspolitisch falsch und warnt vor Investitionsunsicherheit. Das Ziel 2045 sei erreichbar, wenn Genehmigungen schneller und Investitionen in Erneuerbare, Netze und Speicher vorangetrieben würden.
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