Zeckenaktivität steigt: Mehr Todesfälle durch Borreliose und FSME im Jahr 2024
Wichtige Fakten
- • 24 Menschen starben 2024 an Zeckenstichen in Deutschland.
- • 15 Todesfälle durch Borreliose, 9 durch FSME im Jahr 2024.
- • FSME-Impfung schützt, Borreliose wird mit Antibiotika behandelt.
- • 185 Kreise sind FSME-Risikogebiete, vor allem in Süddeutschland.
Zahlen zu Zeckenstichen
Die Zahl der Todesfälle nach Zeckenstichen ist 2024 in Deutschland auf 24 gestiegen, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Davon starben 15 Menschen an Borreliose und 9 an der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Im Vorjahr 2023 waren es 19 Todesfälle, mit 10 durch Borreliose und 9 durch FSME.
Aktivität und Risiken
Mit den aktuell höheren Temperaturen steigt die Zeckenaktivität, was die Gefahr von Infektionen erhöht. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete bis April 2025 bereits 918 Borreliose-Fälle und 11 FSME-Fälle. Es gibt 185 FSME-Risikogebiete in Deutschland, vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Südhessen, wobei Experten betonen, dass keine Region FSME-frei ist.
Prävention und Behandlung
Gegen FSME schützt eine Impfung mit drei Einzeldosen, die alle drei bis fünf Jahre aufgefrischt werden muss; fast alle Erkrankten sind unzureichend geimpft. Für Borreliose gibt es keine Impfung, aber eine früh erkannte Infektion kann gut mit Antibiotika behandelt werden. Die Übertragung erfolgt bei FSME binnen zehn Minuten, bei Borreliose erst nach mehrstündigem Blutsaugen.
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