NRW-Bahnstrecken wieder frei – Sabotageakte werfen Sicherheitsfragen auf
Wichtige Fakten
- • Strecke Leverkusen-Langenfeld nach Brandanschlägen wieder uneingeschränkt befahrbar.
- • Linksextreme Gruppe 'Kommando Angry Birds' bekennt sich zur Sabotage.
- • NRW-Innenminister Reul fordert mehr Internet-Befugnisse für Behörden.
- • Infrastruktur-Experte Atug betont Verwundbarkeit von Bahnstrecken und kritisiert Einsparungen.
- • Gruppe 'Angry Birds' bereits im Januar 2025 bei Anschlag auf Bahnstrecke aktiv.
Hauptstrecke nach Sabotage freigegeben
Nach einem Brandanschlag auf die Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Köln ist die Strecke zwischen Leverkusen-Mitte und Langenfeld seit Samstagabend wieder ohne Einschränkungen befahrbar. Die Deutsche Bahn schloss die Reparaturarbeiten an den beschädigten Kabeln am frühen Abend ab. Zuvor war die Strecke seit Freitagnachmittag gesperrt gewesen, nachdem zwei Brände in Gleisnähe Schienen und Oberleitungen beschädigt hatten.
Bekennerschreiben und politische Reaktionen
Die Polizei geht von Sabotage aus, der Staatsschutz in Köln ermittelt. Im Internet tauchte ein Bekennerschreiben der linksextremen Gruppe 'Kommando Angry Birds' auf, das detailliert den Einsatz von Brandsätzen mit Timer und Grillanzünder beschreibt. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) verurteilte die Tat scharf und forderte mehr Befugnisse für Behörden im Internet, um Straftaten besser verfolgen zu können. Infrastruktur-Experte Manuel Atug wies auf die schwierige Sicherbarkeit tausender Streckenkilometer hin und kritisierte die Personaleinsparungen bei der Bahn.
Weitere Beeinträchtigungen auf den Strecken in NRW
Während die Hauptstrecke wieder rollt, gibt es weiterhin Probleme auf der erst am Freitag nach fünf Monaten Generalsanierung freigegebenen Strecke Hagen–Wuppertal–Köln. Bei einer Routinekontrolle wurde ein Schaden an einem tragenden Bauteil einer Brücke in Opladen festgestellt, weshalb ein Gleis gesperrt blieb und viele Züge mit 70 km/h unterwegs sind. Zudem sorgte ein Oberleitungsschaden zwischen Wuppertal Hauptbahnhof und Oberbarmen für zeitweisen Stillstand. Pendler zeigten sich verärgert über unzureichenden Ersatzverkehr.
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