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Politik 03.05.2026, 12:26 Aktualisiert: 03.05.2026, 15:03

Zwei weitere Tote im Ärmelkanal: Sterben von Migranten hält an

Zwei sudanesische Frauen (ca. 20 Jahre) starben im Boot.

Wichtige Fakten

  • Zwei sudanesische Frauen (ca. 20 Jahre) starben im Boot.
  • Etwa 82 Personen an Bord; drei Schwerverletzte, 14 Verletzte.
  • Staatsanwaltschaft Boulogne-sur-Mer ermittelt.
  • Seit Wahl stoppte Großbritannien laut Regierung über 42.000 illegale Überfahrten.
  • 550+ Menschen überquerten Kanal am Wochenende.

Zwei Frauen sterben bei Ärmelkanal-Überfahrt

Bei dem Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren, sind zwei weitere Migranten ums Leben gekommen. Französische Behörden teilten mit, dass das Boot mit etwa 82 Personen an Bord am frühen Sonntagmorgen vor der Küste von Boulogne-sur-Mer gestrandet sei. Die beiden Frauen sudanesischer Herkunft – nach Angaben verschiedener Quellen im Alter von 16 bis 20 Jahren – wurden tot im Boot aufgefunden. Drei Menschen erlitten schwere Brandverletzungen durch eine Mischung aus Treibstoff und Meerwasser, 14 weitere wurden verletzt.

Rettungsaktion und Ermittlungen

Eine großangelegte Rettungsaktion brachte 17 Menschen auf See in Sicherheit, während 65 an Bord blieben, bis das Boot auflief. Die Boulogner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet. Die Todesfälle reihen sich in eine Serie von Unglücken ein: In diesem Jahr kamen mindestens acht Menschen bei der Überfahrt ums Leben, 2024 waren es 29.

Kontroverse um britisch-französischen Deal

Großbritannien zahlt Frankreich im Rahmen eines kürzlich unterzeichneten Vertrags 662 Millionen Pfund (rund 770 Millionen Euro) zur Verhinderung von Kanalüberquerungen. Frankreich setzt zusätzlich Drohnen, Helikopter und Kameras ein. Kritiker, darunter Nothilfeorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen, fordern eine Untersuchung der Wirksamkeit dieser Maßnahmen. Die britische Regierung betont, seit der Wahl 42.000 illegale Überfahrten gestoppt zu haben. Am Wochenende erreichten dennoch über 550 Menschen in Neuneten das Vereinigte Königreich.

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