Iran: Kommunikations-Blackout hält an – Regierung nennt erstmals mindestens 5.000 Tote, Trump fordert Führungswechsel
- • Seit dem 8. Januar ist in Iran das Internet weitgehend abgeschaltet; laut BBC zählt der Blackout zu den extremsten Internet-Shutdowns der Geschichte und betrifft rund 92 Millionen Menschen, teils inklusive Störungen bei Telefonie und SMS.
- • Irans Außenminister Abbas Araghchi begründete die Abschaltung laut BBC mit angeblich von außen gesteuerten „terroristischen Operationen“.
- • Die iranische Führung hat keinen Termin für eine Rückkehr der Internetdienste genannt; IranWire berichtete am 15. Januar unter Berufung auf Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani, internationaler Internetzugang werde mindestens bis zum iranischen Neujahr (Ende März) nicht verfügbar sein; dies ist nicht unabhängig verifiziert (BBC).
"Kurzfristig ist keine Wiederherstellung des internationalen Internetzugangs absehbar; Berichte deuten vielmehr darauf hin, dass die Führung eine längerfristige Restrukturierung hin zu einem stärker kontrollierten, gestuften Zugangssystem vorbereitet. Politisch könnte die Lage durch die verschärfte Rhetorik aus Washington (Regimewechsel-Forderung) und Teherans Warnung vor einem „umfassenden Krieg“ bei Angriffen auf Chamenei zusätzlich eskalieren, während verlässliche Lagebilder wegen des anhaltenden Blackouts schwer überprüfbar bleiben."
US‑Banken starten Berichtssaison mit starken Zahlen – Anleger nehmen dennoch Gewinne mit
- • JPMorgan Chase, Bank of America, Wells Fargo und Citigroup eröffneten die US‑Berichtssaison für Q4/2025 mit starken Ergebnissen, getragen vor allem von Handelsgeschäften und Investmentbanking.
- • Die großen US‑Banken verzeichneten auch für das Gesamtjahr 2025 insgesamt hohe Erträge.
- • Anleger reagierten mit Gewinnmitnahmen an der Wall Street, obwohl die Zahlen insgesamt solide ausfielen.
"Die Aussichten bleiben gemischt: Fundamental starke Ergebnisquellen wie Handel und Investmentbanking stützen die Erträge, doch politische Eingriffe (Vorschlag zur Deckelung der Kreditkartenzinsen), geopolitical Unsicherheiten und kurzfristige Gewinnmitnahmen drücken auf die Stimmung. Anleger werden die kommenden Quartalsberichte weiterer Großbanken sowie neue US‑Konjunkturdaten und mögliche Regulierungsentscheidungen genau beobachten."
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Irreguläre Migration 2025 deutlich gesunken – Frontex-Zahlen bestätigen Rückgang
- • Im Jahr 2025 registrierte die EU rund 178.000 irreguläre Einreisen – der niedrigste Wert seit 2021 (Quelle: Frontex / Tagesschau, Stand 15.01.2026).
- • Das sind etwa 26 % weniger irreguläre Grenzübertritte im Vergleich zu 2024 und weniger als die Hälfte der Einreisen von 2023.
- • Die zentrale Mittelmeerroute bleibt die wichtigste Einreise-Route, vor allem mit Ankünften an der italienischen Küste.
"Kurzfristig dürfte 2026 ein Schlüsseljahr bleiben: Mit dem vollständigen Inkrafttreten des EU-Pakts ist mit einem stärkeren Grenzmanagement, beschleunigten Asylverfahren und verbesserter Datenerfassung zu rechnen. Gleichzeitig bleiben strukturelle Herausforderungen — überfüllte Aufnahmezentren, humanitäre Bedingungen und mögliche Verschiebungen von Routen — bestehen und können regionale Spannungen und neuen Druck auf aufnehmende Staaten zur Folge haben."