Israel weitet Kontrolle über das Westjordanland aus und erlaubt erstmals Landverkauf an Siedler
- • Israel hebt erstmals Verbot für direkten Landverkauf an jüdische Siedler im Westjordanland auf.
- • Bauplanungsbefugnisse für religiöse Stätten in Hebron gehen vollständig an israelische Behörden über.
- • Finanzminister Smotrich erklärte, mit den Maßnahmen solle die Idee eines palästinensischen Staates beerdigt werden.
"Die Maßnahmen könnten die Palästinensische Autorität destabilisieren und zu einer faktischen Annexion führen, während internationale Spannungen zunehmen."
Bundesjustizministerin Hubig betont deutschen Rückhalt für den Internationalen Strafgerichtshof
- • US-Sanktionen gegen den Internationalen Strafgerichtshof belasten Richter und Staatsanwälte persönlich.
- • Moskau verurteilte mehrere ICC-Beamte in Abwesenheit als Reaktion auf Haftbefehle gegen Putin.
- • Chefankläger Karim Khan steht unter dem Vorwurf sexuellen Missbrauchs, bestreitet diese vehement und hat sein Amt vorübergehend niedergelegt.
"Der Besuch von Bundesjustizministerin Hubig zeigt die anhaltende Unterstützung Deutschlands für den ICC, trotz geopolitischer Spannungen und interner Herausforderungen. Die Anpassung der internen Verfahren des ICC soll seine Resilienz stärken."
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.
DRK-Präsident Gröhe fordert besseren Schutz für humanitäre Helfer
- • Mehr als 300 humanitäre Helfer wurden 2025 weltweit getötet.
- • Viele der getöteten Helfer arbeiteten für die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.
- • Der Konflikt zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen forderte die meisten Helferleben.
"Es ist von großer Bedeutung, dass das humanitäre Völkerrecht stärker durchgesetzt wird, um den Schutz der Helfer zu verbessern."
Kälte als Kriegswaffe in der Ukraine eingesetzt
- • Russland greift gezielt die Energieinfrastruktur der Ukraine an, was Millionen Menschen ohne Strom, Heizung und warmes Wasser lässt.
- • Der Winter 2026 ist der kälteste seit Beginn des russischen Angriffskrieges.
- • Die Bundesregierung und Rechtsexperten sehen in der Nutzung von Kälte gegen die Zivilbevölkerung einen Verstoß gegen das Völkerrecht.
"Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, auf diese völkerrechtswidrigen Handlungen durch Russland zu reagieren und die humanitäre Krise zu entschärfen."
Israel Zerstört UNRWA-Hauptquartier in Ost-Jerusalem: Kritik und Konsequenzen
- • Israelische Einsatzkräfte haben mit der Zerstörung des UNRWA-Hauptquartiers in Ost-Jerusalem begonnen.
- • UNRWA und die Vereinten Nationen verurteilen die Maßnahme als Verstoß gegen das Völkerrecht.
- • Israel wirft der UNRWA Beteiligung an Hamas-Aktivitäten vor und verabschiedete ein Gesetz, das der Organisation die Arbeit auf israelischem Staatsgebiet verbietet.
"Die Eskalation der Maßnahmen gegen UNRWA könnte die humanitäre Lage für Millionen von palästinensischen Flüchtlingen weiter verschärfen. Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der Vereinten Nationen, ruft zu einer Überprüfung der israelischen Maßnahmen und zum Schutz der humanitären Hilfe in der Region auf."
UN-Hochseeschutzabkommen (BBNJ) tritt in Kraft: Rechtsrahmen steht, konkrete Schutzmaßnahmen müssen folgen
- • Das UN-Hochseeschutzabkommen (BBNJ) ist am 17.01.2026 in Kraft getreten und schafft erstmals eine von vielen Staaten mitgetragene völkerrechtliche Grundlage für Schutz und nachhaltige Nutzung der Hohen See.
- • Zur Hohen See zählen Meeresgebiete jenseits von 200 Seemeilen vor den Küsten; sie umfassen fast zwei Drittel der weltweiten Meeresflächen.
- • Voraussetzung für das Inkrafttreten waren mindestens 60 Ratifikationen; bis zum Inkrafttreten haben mehr als 80 Staaten ratifiziert (Tagesschau, Stand: 17.01.2026).
"Mit dem Inkrafttreten steht zunächst der Rechtsrahmen. Ob der Ozeanschutz messbar vorankommt, entscheidet sich in den nächsten Schritten: der Handlungsfähigkeit der Vertragsstaatenkonferenz, der Abstimmung mit bestehenden internationalen Organisationen (Schifffahrt, Tiefseebergbau, Fischerei) sowie der Finanzierung und praktischen Überwachung künftiger Schutzgebiete. Zudem bleibt offen, wie stark sich Staaten ohne Ratifikation an entstehende Regeln halten und ob wichtige Akteure – darunter Deutschland – zeitnah beitreten."