Neue russische Angriffswelle nach Ende der Waffenruhe: Über 200 Drohnen attackieren Ukraine
Wichtige Fakten
- • Russland griff Kiew und andere Städte mit über 200 Drohnen an.
- • Mindestens ein Toter, verletzte Zivilisten und Schäden an Infrastruktur.
- • Selenskyj kündigte Vergeltung an und fordert stärkere Sanktionen.
- • Ukraine stoppte Tiefschläge in Russland, minderte Rohölverarbeitung auf Tiefststand.
- • EU und UK verhängten neue Sanktionen wegen verschleppter Kinder.
Ende der Waffenruhe: Russland greift massiv mit Drohnen an
Wenige Stunden nach dem Ende der von Präsident Trump vermittelten dreitägigen Waffenruhe hat Russland eine massive Angriffswelle mit über 200 Drohnen gegen die Ukraine gestartet. Betroffen waren neben Kiew auch die Regionen Dnipro, Schytomyr, Mykolajiw, Sumy, Charkiw, Tschernihiw sowie Saporischschja und Cherson. In Kiew fielen Trümmer auf ein 20-stöckiges Wohnhaus. Laut AFP wurden Energieanlagen und Wohngebäude beschädigt, mindestens eine Person kam ums Leben. Selenskyj erklärte auf X: „Russland hat die teilweise Stille beendet“ und kündigte an, die Ukraine werde „in gleicher Weise antworten“.
Ukrainische Tiefschläge zeigen Wirkung
Unterdessen setzt die Ukraine ihre „Deep strike“-Kampagne gegen militärische Ziele und Ölraffinerien in Russland fort. Mit selbst produzierten Drohnen und Marschflugkörpern, die eine Reichweite haben, die den nie gelieferten Taurus übertrifft, hat die Ukraine laut Verteidigungsminister Federow eine „gewisse Unabhängigkeit“ erreicht. Laut Analysten griff die Ukraine allein im März mit 7.000 Drohnen Russland an. Die russische Rohölverarbeitung ist auf den niedrigsten Stand seit 2009 gesunken, die Wirtschaftswachstumsprognose für 2026 wurde von 1,3 auf 0,4 Prozent gekappt. Europa und die UK verhängten zudem neue Sanktionen gegen Verantwortliche für die Verschleppung ukrainischer Kinder.
Verschleppte Kinder: Internationaler Druck nimmt zu
Das Schicksal von über 20.500 unrechtmäßig nach Russland verschleppten ukrainischen Kindern stand im Fokus eines Treffens in Brüssel. Die EU und Großbritannien verhängten Sanktionen gegen Einrichtungen, die Kinder militarisieren und ihrer Identität berauben. Zudem sammeln westliche Alliierte Geld für die Rückverfolgung der Kinder. Der ukrainische Ableger der NGO Bird of Light Ukraine präsentierte im EU-Hauptquartier eine Kunstinstallation, die das leere Zimmer eines verschleppten Teenagers zeigt und auf die Notwendigkeit einer Rückführung aufmerksam macht.
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