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International 12.05.2026, 05:57 Aktualisiert: 12.05.2026, 12:03

Waffenruhe beendet: Über 200 Drohnen-Angriffe auf Ukraine

Über 200 russische Drohnen griffen Kiew und andere Regionen an.

Wichtige Fakten

  • Über 200 russische Drohnen griffen Kiew und andere Regionen an.
  • Kiew: Trümmer fielen auf 20-stöckiges Wohnhaus, mindestens ein Toter.
  • Selenskyj: „Russland beendete die Stille“; Ukraine werde antworten.
  • Ukraine greift Russland tief im Hinterland an – auch Leningrad betroffen.
  • EU diskutiert 90 Milliarden Euro Kredit für die Ukraine.

Ende der Waffenruhe: massive russische Drohnenangriffe

Wenige Stunden nach dem Ende der von US-Präsident Trump vermittelten dreitägigen Waffenruhe hat Russland eine große Angriffswelle mit über 200 Drohnen auf die Ukraine gestartet. Laut ukrainischer Luftwaffe waren unter anderem Kiew, Saporischschja, Dnipro, Charkiw und Cherson betroffen, sowie die Gebiete Sumy und Mykolajiw. In Kiew fielen Trümmer einer Drohne auf das Dach eines 20-stöckigen Wohnhauses; über Opfer oder Schäden gab es zunächst keine Angaben. Insgesamt wurde mindestens eine Person getötet. Präsident Selenskyj erklärte auf X: „Russland hat die teilweise Stille beendet“ und kündigte eine Erwiderung der Angriffe an.

Ukrainische Tiefschläge erfolgreich ausgeweitet

Die Ukraine setzt ihre „Deep Strike“-Kampagne gegen militärische Ziele und Ölraffinerien in Russland fort. Verteidigungsminister Federow betonte, die Ukraine habe Waffen mit ähnlicher oder größerer Reichweite als der Taurus entwickelt und sich so „eine gewisse Unabhängigkeit“ erarbeitet. Laut Analysten griff die Ukraine allein im März mit 7.000 Drohnen Russland an und schickte damit erstmals mehr Drohnen nach Russland als umgekehrt. Der russischen Ölverarbeitung fiel auf den niedrigsten Stand seit 2009, die Wirtschaftswachstumsprognose für 2026 wurde von 1,3 auf 0,4 Prozent gesenkt. Die EU-Außenminister beraten zudem über die Verwendung eines 90-Milliarden-Euro-Kredits zur Unterstützung der Ukraine.

Internationale Reaktionen und Ausblick

Die EU und Großbritannien verhängten neue Sanktionen wegen der Verschleppung ukrainischer Kinder und der Zerstörung von Energieanlagen. Selenskyj forderte weitere Sanktionen gegen Moskau. In Brüssel diskutierten EU-Verteidigungsminister über die Sicherheitslage und die Stärkung der europäischen Verteidigungsindustrie. Die Lage bleibt angespannt: Während Russland seine Angriffe ausweitete, sucht die EU nach Wegen, die Ukraine langfristig zu unterstützen.

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