Trump lehnt iranischen Friedensvorschlag ab – Ölpreis steigt
Wichtige Fakten
- • Trump nannte Irans Friedensvorschlag „Müll“ und eine „dumme Idee“.
- • Ölpreis stieg um bis zu 4 % auf 105,50 Dollar pro Barrel.
- • EU verhängte Sanktionen gegen radikale israelische Siedler.
- • UK sanktionierte 12 Personen und Unternehmen wegen feindlicher Aktivitäten Irans.
- • Vereinigte Arabische Emirate führten Militärschläge gegen Iran durch.
Waffenstillstand am Rande des Zusammenbruchs
US-Präsident Donald Trump hat den jüngsten Friedensvorschlag Irans als „stupide“ und „Müll“ bezeichnet. Er erklärte, den Vorschlag nicht zu Ende gelesen zu haben, hält eine diplomatische Lösung jedoch weiterhin für möglich. Der Waffenstillstand zwischen den USA und Iran sei jedoch „massiv in Gefahr“, so Trump. Iranische Spitzenpolitiker, darunter Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf, betonten die Bereitschaft zu einer „entsprechenden Antwort auf jede Aggression“. Unterdessen unterstützt Iran laut eigenen Angaben Chinas Vier-Punkte-Plan für die Golfregion.
Internationale Reaktionen und Sanktionen
Die EU hat Sanktionen gegen gewalttätige israelische Siedler verhängt. Außenbeauftragte Kaja Kallas betonte: „Extremismus und Gewalt haben Konsequenzen.“ Großbritannien verhängte Sanktionen gegen 12 iranische Personen und Organisationen, denen sie Beteiligung an feindlichen Aktivitäten wie Anschlagsplanung und Finanzdienste vorwerfen. Die libanesische Gesundheitsbehörde meldete 2.869 Tote seit dem 2. März durch israelische Angriffe. Das israelische Militär verurteilte zwei Soldaten wegen Schändung einer Marienstatue im Südlibanon zu Haftstrafen.
Krisen um Straße von Hormuz und Ölpreis
Trumps Ablehnung des iranischen Vorschlags ließ den Brent-Ölpreis um bis zu 4 % auf 105,50 Dollar pro Barrel steigen. Die UN warnte vor einer Hungerkrise, falls Düngemittel nicht bald durch die von Iran blockierte Straße von Hormuz transportiert werden können. Rund ein Drittel des weltweiten Düngemittelhandels passiert die Wasserstraße. Die USA verhängten zudem Sanktionen gegen Unternehmen und Personen, die den iranischen Öltransport nach China unterstützen. Die Wall Street bewegte sich kaum und zeigte sich geopolitisch unbeeindruckt.
Todesstrafe und regionale Spannungen
Das israelische Parlament billigte ein Gesetz, das ein Sondergericht zur Verurteilung von Palästinensern zum Tode vorsieht, die an der Hamas-geführten Attacke von 2023 beteiligt waren. Iranische Behörden hinrichteten einen 29-jährigen Postgraduierten der Universität Teheran wegen angeblicher Spionage für CIA und Mossad. Die Vereinigten Arabischen Emirate sollen Militärschläge gegen Iran ausgeführt haben – ein bemerkenswerter Schritt eines Golfstaats im aktivem Kriegseinsatz.
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