Bahn-Sanierungsprobleme und Wettbewerb durch Italo ab 2028
Wichtige Fakten
- • Strecke Köln-Wuppertal nach Sanierung weiterhin mit großen Problemen.
- • Digitalisierung auf Strecke Hamburg-Berlin fehlt trotz Versprechen.
- • Verkehrsminister Schnieder räumt Zielverfehlungen ein und verweist auf Bahn.
- • Italo will ab 2028 Fernverkehr in Deutschland anbieten.
- • Wettbewerb senkte Preise in Italien um 15 bis 25 Prozent.
Generalsanierung der Bahn: Probleme bleiben bestehen
Die Generalsanierung wichtiger Bahnstrecken kommt nicht wie erhofft voran. Die Strecke Köln-Wuppertal wurde trotz längerer Bauzeit mit großen Mängeln wieder in Betrieb genommen. Auch die Sanierung der Strecke Hamburg-Berlin, die neun Monate dauerte, erfüllte die Erwartungen nicht: Die versprochene Digitalisierung fehlt, Verspätungen sind weiterhin an der Tagesordnung. Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) räumt Zielverfehlungen ein und sieht die Verantwortung bei der Deutschen Bahn.
Kritik an Verantwortlichkeiten und Zukunftsaussichten
Dirk Flege von der Allianz pro Schiene kritisiert, dass der Minister seiner Aufsichtspflicht nicht nachkomme. Bahnexperte Christian Böttger bezweifelt ernsthafte neue Pläne und empfiehlt, Regelwerke zu überarbeiten, etwa um eingleisigen Betrieb möglich zu machen. Trotz der Probleme will der Minister am Konzept der Vollsperrungen festhalten, aber über die jährliche Anzahl und regionale Verteilung nachdenken.
Wettbewerb in Italien als Vorbild: Italo kommt nach Deutschland
Im Gegensatz zu Deutschland zeigt sich in Italien, wie Wettbewerb den Bahnverkehr verbessern kann. Der private Anbieter Italo ist seit 2012 im Schnellzugverkehr aktiv und hat die Preise um 15 bis 25 Prozent sinken lassen sowie die Angebotsvielfalt erhöht. Allerdings profitiert vor allem der Norden; weite Teile Süditaliens sind noch ans Netz angebunden. Von 2028 an will Italo auch in Deutschland mit seinen roten Zügen Fernverkehr betreiben.
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