Beinahe-Kollision am Flughafen Sydney: Verbesserte Dienstpläne angekündigt
Wichtige Fakten
- • Beinahe-Kollision zwischen Jetstar- und Qatar-Airways-Flugzeug am Flughafen Sydney.
- • Zwei Mitarbeiter (Fluglotse und Schlepperfahrer) wurden vorläufig suspendiert.
- • Ein Kabinenmitglied der Jetstar-Maschine wurde verletzt, Ausrüstung beschädigt.
- • ATSB untersucht beide Vorfälle vom 8. August und 27. Juli.
- • Transportministerin King kündigt neue Dienstpläne ab September an.
Beinahe-Kollision und Personalmangel
Am Sonntag wäre am Flughafen Sydney beinahe ein Jetstar-Flugzeug mit einer Qatar-Airways-Maschine kollidiert, die von einem Schlepperfahrzeug über die Startbahn gezogen wurde. Nach dem Vorfall wurden zwei Mitarbeiter – ein Fluglotse von Airservices Australia und der Fahrer des Schlepperfahrzeugs – vorläufig von ihren Aufgaben entbunden, während standardmäßige Drogen- und Alkoholtests durchgeführt wurden. Der Vorfall verschärfte die ohnehin schon angespannte Personalsituation am Flughafen, da es bereits tagelang zu Verzögerungen gekommen war. Dabei wurde ein Kabinenmitglied der Jetstar-Maschine verletzt und Ausrüstung beschädigt.
Maßnahmen der Regierung
Die australische Verkehrsministerin Catherine King hat den Chef von Airservices Australia, Rob Sharp, zu einem Gespräch einberufen und die Verzögerungen als inakzeptabel bezeichnet. Sie kündigte an, dass ab September verbesserte Dienstplanungsverfahren für Fluglotsen am Flughafen Sydney eingeführt werden. Zudem sei ein neuer Simulator für den Tower installiert worden, um die Ausbildung zu beschleunigen. Bis Ende des Jahres sollen 95 neue Fluglotsen zugelassen werden. King betonte, dass die Situation im August sorgfältig überwacht werde.
Ermittlungen und Reaktionen
Das Australian Transport Safety Bureau (ATSB) untersucht sowohl den Vorfall vom Sonntag als auch eine ähnliche Beinahe-Kollision vom 27. Juli, bei der ein Qantas-Flugzeug beinahe mit einem anderen zusammengestoßen wäre. ATSB-Chef Angus Mitchell betonte, dass sich Flugzeuge nicht so nahe kommen dürften und dass man sich nicht auf Notfallentscheidungen der Piloten verlassen dürfe. Zeugen, Besatzungen und Fluglotsen sollen befragt und Überwachungsvideos ausgewertet werden. Eine Quelle vermutet, dass der Schlepperfahrer, der für den Dienstleister Menzies Aviation arbeitet, möglicherweise Anweisungen nicht befolgt habe. Menzies Aviation kündigte eine gründliche Untersuchung an und betonte, die Sicherheit habe höchste Priorität. Die Gewerkschaft Transport Workers' Union sprach von einer Krise in der Luftfahrtbranche mit unterbesetzten und erschöpften Mitarbeitern.
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