Bericht dokumentiert Kindersterben und Gewalt an der französisch-britischen Grenze
Wichtige Fakten
- • 22 Kinder starben in zwei Jahren bei Ärmelkanal-Überquerungen.
- • Das UK finanzierte Frankreichs Grenzsicherung mit 473 Millionen Pfund.
- • Die NGO Project Play dokumentierte Tränengas-Einsätze und Schlauchboot-Zerstörungen.
- • Kinder erlitten chemische Verbrennungen und entwickelten Polizei-Ängste.
Kritischer Bericht zu Kinderrechten
Laut dem Bericht der NGO Project Play starben in den letzten zwei Jahren 22 Kinder bei dem Versuch, den Ärmelkanal zu überqueren, darunter fünf im Jahr 2025 durch Erstickung oder Quetschungen in überfüllten Schlauchbooten. Die jüngste war die achtjährige Agdad Hilmi aus der Türkei. Die Organisation, die mit 2.192 Kindern in Nordfrankreich arbeitete, dokumentierte zudem systematische Gewalt gegen Minderjährige durch französische Polizei, darunter regelmäßige Tränengas-Einsätze, Räumungen und das Zerstören von Schlauchbooten.
Britische Finanzierung und Folgen
Seit 2023 hat das Vereinigte Königreich 473 Millionen Pfund an Frankreich für die Grenzsicherung gezahlt, doch die Verwendung der Mittel ist unklar. Project Play kritisiert, dass britische Steuerzahler indirekt gewalttätige Taktiken gegen Kinder finanzieren. Kinder berichteten von chemischen Verbrennungen durch Bootskraftstoff und entwickelten Ängste vor der Polizei, nachdem sie Zeugen von Übergriffen wurden oder selbst Tränengas ausgesetzt waren.
Forderungen und Reaktionen
Die NGO fordert eine gesetzliche Untersuchung der Grenzsicherungsoperationen sowie sichere und zugängliche Asylwege für die Betroffenen. Das britische Innenministerium betont hingegen, man unternehme alles, um kriminelle Schleuser zu bekämpfen, und habe mit Frankreich 40.000 Überquerungsversuche verhindert. Frankreichs Innenministerium äußerte sich nicht zu den Vorwürfen.
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