Bericht gibt Hamas Schuld an gescheiterter Waffenruhe – Kritiker sehen Ungleichgewicht
Wichtige Fakten
- • 850 Palästinenser seit Oktober getötet.
- • Israel kontrolliert 60% von Gaza (53% vereinbart).
- • Hamas willigt in Entwaffnung ein, fordert Israels Verpflichtungen.
- • Israel verhindert Einsetzung des NCAG-Verwaltungskomitees.
- • Mladenov-Bericht kritisiert Hamas, nicht Israel direkt.
Friedensprozess im Gazastreifen: Bericht belastet Hamas
Der UN-Sicherheitsrat wurde von Nikolay Mladenov, dem 'Hohen Repräsentanten für Gaza', darüber informiert, dass Hamas als Haupthindernis für die Fortsetzung der Waffenruhe gilt. Die von den USA unterstützte Behörde wirft der Miliz vor, eine zivile Machtübergabe zu blockieren. Hamas wies die Anschuldigungen zurück und warf dem Bericht vor, Israels Position zu übernehmen.
Kritik an mangelnder Ausgewogenheit
Kritiker betonen, dass der Bericht die Verstöße Israels vernachlässigt: Trotz vereinbarter 53% kontrolliert Israel faktisch 60% des Gazastreifens, führt regelmäßig Luftangriffe durch und untersagt dringend benötigte Hilfslieferungen. Seit Oktober wurden mehr als 850 Palästinenser getötet. Diplomaten und Analysten wie Gershon Baskin und Daniel Levy weisen darauf hin, dass Hamas Bereitschaft zur Entwaffnung signalisiert hat, jedoch parallele Zugeständnisse Israels fordert. Israel blockiert zudem die Einsetzung des von der Friedensbehörde geschaffenen Nationalkomitees für die Verwaltung Gazas, das die Entwaffnung überwachen soll. Vier NCAG-Mitglieder haben laut Berichten gedroht, zurückzutreten.
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