Britische Industrie vor dem Kollaps: Hohe Energiepreise bedrohen tausende Arbeitsplätze
Wichtige Fakten
- • Hohe Energiepreise gefährden britische Industrie.
- • Ein Viertel der Firmen verlagert Produktion oder plant es.
- • 10% der Firmen sehen Insolvenz innerhalb eines Jahres.
- • 46% der Unternehmen zahlten seit Nahostkonflikt mehr für Energie.
- • 38% verzögern Investitionen, 21% bauen Stellen ab.
Energiekosten als Wettbewerbsnachteil
Großbritannien steht nach einer branchenweiten Umfrage des Industrieverbands Make UK vor einer Deindustrialisierung. Grund dafür sind im internationalen Vergleich extrem hohe Energiepreise: Viele Firmen zahlen doppelt so viel wie in Kontinentaleuropa und viermal mehr als in den USA. Die Folgen sind alarmierend: Ein Viertel der Unternehmen hat bereits Produktion ins Ausland verlagert oder konkrete Pläne, jedes zehnte hält eine Insolvenz für wahrscheinlich. Rund 800 große – oft ausländische – Konzerne und Zehntausende kleine und mittlere Betriebe sehen ihre Existenz bedroht.
Einsparmaßnahmen und geringere Wettbewerbsfähigkeit
Neben Abwanderung und Insolvenzangst reagieren die Unternehmen mit drastischen Maßnahmen: 38% verschieben Investitionen, 21% haben bereits Personal abgebaut. Seit Beginn des Nahostkonflikts berichten 46% über weiter gestiegene Energiekosten, die viele an Kunden weiterreichen. Das drückt die ohnehin schon geringe Wettbewerbsfähigkeit der Industrie weiter. Obwohl das britische Energieministerium Hilfe verspricht, zeigt sich der Make-UK-Chef Stephen Phipson enttäuscht: Bisherige Subventionsprogramme griffen zu spät oder reichten nicht aus.
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