BSW wirbt um AfD: Brandmauer gefallen
Wichtige Fakten
- • BSW lehnt in Brief an AfD-Spitze Brandmauer ab.
- • Wahlziel: Abwahl der Amtsinhaber mit überparteilichen Ministerpräsidenten.
- • BSW bietet AfD Duelle auf eigenen Wahlkampfbühnen an.
- • Politikwissenschaftlerin sieht neue Koalitionsoption.
- • AfD hat noch nicht auf das Angebot reagiert.
BSW schreibt an AfD-Spitze: Klare Absage an Brandmauer
In einem Brief an Alice Weidel und Tino Chrupalla hat das Bündnis Sahra Wagenknecht die bisherige Brandmauer gegen die AfD aufgegeben. Das BSW betont, diese Abgrenzung von Beginn an kritisiert zu haben und strebt eine „überparteiliche Regierung“ unter Einbindung der AfD an. Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sei das Wahlziel die Abwahl der Amtsinhaber und ihre Ersetzung durch überparteiliche Ministerpräsidenten, die mit wechselnden Mehrheiten regieren würden. Die Parteivorsitzende Amira Mohamed Ali ruderte später zurück und erklärte, das Angebot richte sich an alle Parteien, aber explizit auch an die AfD.
Umsetzung und Reaktionen: Duell gefordert
Das BSW bietet der AfD auch eine öffentliche Debatte auf ihren Wahlkampfbühnen an, um die Partei nicht länger hinter der Brandmauer „gemütlich zu machen“. Die Politikwissenschaftlerin Andrea Römmele sieht darin eine neue Koalitionsoption und einen Rettungs-Coup für die angeschlagene Wagenknecht-Partei. Inhaltliche Schnittmengen sieht das BSW unter anderem bei der Rückkehr zu russischem Öl und Gas sowie bei einer restriktiven Migrationspolitik. Die AfD hat noch nicht auf den Vorschlag reagiert.
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