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Politik 23.06.2026, 08:07 Aktualisiert: 23.06.2026, 10:01

Bundeswehr: Haushaltspolitiker warnen vor überhöhten Rüstungspreisen

Preis für Tankcontainer der Bundeswehr verdoppelte sich von 142.000 auf 291.000 Euro.

Wichtige Fakten

  • Preis für Tankcontainer der Bundeswehr verdoppelte sich von 142.000 auf 291.000 Euro.
  • Haushaltspolitiker blockierten Ausweitung der Tankcontainer-Bestellung wegen überhöhter Kosten.
  • Bundesrechnungshof warnt vor unwirtschaftlichem Handeln durch Sondervermögen für die Bundeswehr.
  • Kartellrechtliche Prüfung der Rüstungsindustrie gefordert, um fehlende Konkurrenz zu adressieren.

Haushaltspolitiker des Bundestages und der Bundesrechnungshof warnen vor überhöhten Preisen der Rüstungsindustrie angesichts des stark gestiegenen Verteidigungsetats. Wie der SPD-Berichterstatter für den Wehretat, Andreas Schwarz, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) sagte, gebe es eine starke Tendenz zu Preisaufschlägen, sobald die Bundeswehr als Auftraggeber auftrete. Der Grünen-Haushaltspolitiker Sebastian Schäfer kritisierte die Kosten für militärische Beschaffungsvorhaben im internationalen Vergleich als teils unangemessen hoch.

Als konkretes Beispiel führten beide Politiker Tankcontainer an, deren Stückpreis sich innerhalb von vier Jahren von 142.000 Euro auf rund 291.000 Euro verdoppelte. Die Haushaltspolitiker blockierten daher vorerst eine Ausweitung der Bestellung. Schwarz macht für diese Entwicklung fehlende Konkurrenz verantwortlich und fordert strengere kartellrechtliche Prüfungen. Der Bundesrechnungshof warnte in einem Sonderbericht vom Mai 2025, dass das Sondervermögen die Gefahr unwirtschaftlichen Handelns erhöhe, wenn einer Organisation kurzfristig deutlich mehr Geld zur Verfügung stehe.

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