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China erreicht Wachstumsziel 2025 – Konjunktur schwächelt zum Jahresende, Exporte bleiben Stütze
Nach Angaben des Nationalen Statistikamts wuchs Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2025 um 5,0% und traf damit das Regierungsziel von „rund 5%“.
Wichtige Fakten
- • Nach Angaben des Nationalen Statistikamts wuchs Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2025 um 5,0% und traf damit das Regierungsziel von „rund 5%“.
- • Im vierten Quartal 2025 verlangsamte sich das Wachstum auf 4,5% gegenüber dem Vorjahr – das schwächste Quartalswachstum seit dem Ende der strengen Corona-Lockdowns vor rund drei Jahren.
- • Die Quartalsraten lagen zuvor bei 5,4% (Q1), 5,2% (Q2) und 4,8% (Q3).
- • Die Einzelhandelsumsätze stiegen im Dezember nur um 0,9% im Jahresvergleich – das langsamste Plus seit Aufhebung der Corona-Beschränkungen.
- • Die Industrieproduktion legte im Dezember um 5,2% zu und blieb damit unter dem Vorjahreswert von 5,8%.
- • Die Investitionen in Sachanlagen gingen 2025 insgesamt um 3,8% zurück; die Immobilieninvestitionen sanken um 17,2%.
- • China meldete für 2025 einen Rekord-Handelsüberschuss von rund 1,2 Billionen US-Dollar; Exporte in die USA fielen um 20%, Importe aus den USA sanken um 14,6%, andere Märkte glichen dies mehr als aus.
- • Nach amtlichen Angaben sank Chinas Bevölkerung 2025 um 3,39 Millionen auf 1,405 Milliarden; die Geburten fielen auf 7,92 Millionen, die Todesfälle stiegen auf 11,31 Millionen.
- • Der Leiter des Nationalen Statistikamts, Kang Yi, sagte, China werde trotz „Problemen und Herausforderungen“ 2026 eine „stabile, gute Wachstumsdynamik“ beibehalten.
- • Die Weltbank erwartet für 2026 ein Wachstum von rund 4,4%, der IWF etwa 4,5%; Goldman Sachs prognostiziert 4,8%.
- • Goldman-Sachs-Chefökonomin für China Hui Shan warnt, der Umbau hin zu mehr Konsum- und Dienstleistungswachstum werde „Jahre, wenn nicht Jahrzehnte“ dauern; zudem habe der Immobiliensektor noch keinen Tiefpunkt erreicht.
- • Laut Guardian stiegen die Verbraucherpreise 2025 nur um 0,8% (Deflationsdruck).
- • Capital Economics schätzt, dass die offiziellen Wachstumszahlen um bis zu 1,5 Prozentpunkte zu hoch sein könnten (entspräche etwa 3,5% Wachstum).
- • Laut Guardian stellten staatliche Subventionen von 300 Mrd. Yuan (rund 43 Mrd. US-Dollar) für den Austausch alter gegen neue Haushaltsgeräte 2025 einen Konjunkturimpuls dar; das Programm soll 2026 verlängert werden.
- • Laut Guardian sind die Immobilienpreise seit ihren Hochs 2021 um mehr als 20% gefallen.
- • Laut Guardian macht der private Konsum weniger als 40% der jährlichen Wirtschaftsleistung aus (weltweiter Durchschnitt: rund 60%).
China hat nach offiziellen Angaben 2025 sein Wachstumsziel erreicht: Das Bruttoinlandsprodukt legte im Gesamtjahr um 5,0% zu und traf damit die Vorgabe von „rund fünf Prozent“. Zum Jahresende kühlte sich die Konjunktur jedoch deutlich ab: Im vierten Quartal wuchs die Wirtschaft nur noch um 4,5% gegenüber dem Vorjahr – der schwächste Wert seit dem Ende der strengen Corona-Lockdowns vor rund drei Jahren.
Ökonomen erklären die Abschwächung vor allem mit einer schwachen Binnennachfrage. Ein angespannter Arbeitsmarkt und fallende Immobilienpreise drücken die Konsumlaune. Entsprechend stiegen die Einzelhandelsumsätze im Dezember lediglich um 0,9% – das langsamste Wachstum seit der Aufhebung der Corona-Beschränkungen. Auch die Investitionen gingen zurück: Die Sachanlageinvestitionen sanken 2025 um 3,8%, im besonders belasteten Immobiliensektor sogar um 17,2%. Die Industrieproduktion wuchs im Dezember zwar um 5,2%, lag damit aber unter dem Vorjahreswert.
Stabilisiert wurde die Konjunktur erneut durch den Außenhandel. Trotz Spannungen mit den USA meldete Peking für 2025 einen Rekord-Handelsüberschuss von rund 1,2 Billionen US-Dollar. Zwar brachen Exporte in die USA um 20% ein und die Importe aus den Vereinigten Staaten gingen um 14,6% zurück, doch alternative Absatzmärkte glichen die Verluste aus.
Zugleich verschärfen strukturelle Faktoren den Druck: Die Bevölkerung schrumpfte 2025 um 3,39 Millionen auf 1,405 Milliarden, bei einem Rekordtief der Geburten. Das erschwert das Ziel, den Binnenkonsum zu stärken – der private Konsum macht laut Guardian weniger als 40% der Wirtschaftsleistung aus. Zusätzlich belastet Deflationsdruck (Verbraucherpreise 2025 nur +0,8%). Der Chef des Statistikamts, Kang Yi, betonte dennoch, China werde 2026 trotz „Problemen und Herausforderungen“ eine stabile Wachstumsdynamik halten. Internationale Prognosen deuten allerdings auf eine weitere Abschwächung hin; zudem verweisen Analysten auf Risiken durch die ungelöste Immobilienkrise und anhaltende geopolitische Unsicherheiten.
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