CSD-Demos trotz Anschlag mit Rekordbeteiligung
Wichtige Fakten
- • In Nürnberg demonstrierten rund 23.000 Menschen für queere Rechte.
- • In Braunschweig kamen mit 6.000 Teilnehmern deutlich mehr als sonst.
- • Der CSD in Hamburg verzeichnete 300.000 Teilnehmer – ein neuer Höchstwert.
- • Prager Pride: Etwa 50.000 Menschen nahmen teil, keine Zwischenfälle.
Erhöhte Teilnehmerzahlen bei CSD-Demos
Zwei Wochen nach dem islamistischen Anschlag auf den CSD in Berlin sind bei Christopher-Street-Day-Demonstrationen in ganz Deutschland deutlich mehr Menschen auf die Straße gegangen als in den Vorjahren. In Braunschweig demonstrierten laut Polizei mindestens 6.000 Menschen, in Nürnberg waren es mit rund 23.000 sogar Rekordzahlen. Auch der RuhrPride in Essen verzeichnete mit über 3.500 Teilnehmern eine hohe Beteiligung. Die Stimmung war trotz der tragischen Ereignisse von Entschlossenheit geprägt. Veranstalter sprachen von einer „Jetzt-erst-recht-Stimmung“.
Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen
Als Reaktion auf den Anschlag haben die Polizei und Organisatoren ihre Sicherheitskonzepte überarbeitet. In Prag wurde die Pride-Marschroute von Hunderten Polizisten begleitet, zusätzlich waren Reit- und Flusspolizei sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Auch bei den deutschen Demos erhöhte die Polizei ihre Präsenz. Die Demonstrationen in Braunschweig, Nürnberg, Essen und Prag verliefen friedlich, trotz einer kleinen Gruppe von Gegendemonstranten in Prag. Die Teilnehmer wurden gebeten, auf Holzstangen zu verzichten und Transparente in der Hand zu halten.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.