DAX stürzt unter 26.000 Punkte: Zinssorgen und Ölpreis belasten
Wichtige Fakten
- • DAX schließt 1,1% im Minus bei 25.970 Punkten.
- • EZB-Zinserhöhung auf 2,50% am 10. September fast sicher.
- • Inflationsrate der Eurozone steigt auf 3,3%.
- • Brent-Öl kostet 92,50 Dollar pro Barrel.
- • Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreicht 3,36-Prozent-Hoch.
Marktüberblick: DAX unter 26.000
Belastet von Zinssorgen und steigenden Ölpreisen ist der DAX am Dienstag um 1,1 Prozent auf 25.970 Punkte gefallen. Damit hat der deutsche Leitindex erstmals seit Monaten die psychologisch wichtige Marke von 26.000 Punkten unterschritten. Bereits am Montag hatte er 1,2 Prozent verloren, nachdem er am Freitag noch ein Rekordhoch von 26.618 Zählern erreicht hatte. Auch die US-Börsen starteten mit Verlusten: Der Dow Jones gab um 0,2 Prozent nach, die Nasdaq verlor 1,3 Prozent.
Zins- und Inflationsängste nehmen zu
Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erreichte mit 3,36 Prozent ein neues Mehrjahreshoch, getrieben von Inflationserwartungen und Sorgen über die Staatsverschuldung. Dieser langfristige Zinsanstieg macht Kredite teurer und übt Druck auf die Aktienbewertungen aus. Zudem bestätigte die Eurozone mit 3,3 Prozent die erwartete Inflation; die deutschen Verbraucherpreise stiegen im August um 2,9 Prozent. An den Finanzmärkten gilt eine Leitzinserhöhung der EZB auf 2,50 Prozent in der kommenden Woche als so gut wie sicher, die der Fed nach Aussagen von Fed-Chef Kevin Warsh ebenfalls.
Ölpreis steigt durch Nahost-Eskalation
Die erneuten Kämpfe zwischen den USA und dem Iran haben die Ölpreise steigen lassen: Brent kostete am Nachmittag 92,50 Dollar pro Barrel, ein Plus von zwei Prozent. US-Präsident Donald Trump drohte mit weiteren Angriffen auf den Iran, was die Angst vor Lieferstörungen aus dem Persischen Golf verstärkt. Analysten sehen die Energieinfrastruktur der Region als mögliches Ziel iranischer Vergeltung.
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