DAX verliert fast ein Prozent - Renault stürzt nach Rekordverlust ab
Wichtige Fakten
- • DAX schließt mit 0,93% Verlust bei 25.043 Punkten.
- • Renault-Aktie verliert 5% nach Rekordverlust von 10,9 Mrd. Euro.
- • Ölpreise steigen um 2% durch Angst vor Eskalation mit Iran.
- • Airbus-Aktie fällt über 6% nach schwachem Ausblick und Produktionsproblemen.
- • US-Arbeitsmarktdaten zeigen stärksten Rückgang der Anträge seit November.
Marktentwicklung
Nach dem gestrigen Zwischenhoch über 25.000 Punkten ist der DAX heute deutlich in die Verlustzone gedreht und schloss mit einem Minus von 0,93 Prozent bei 25.043 Punkten. Händler sprechen von Gewinnmitnahmen nach den jüngsten Kursanstiegen, wobei der Index die 25.000-Punkte-Marke knapp halten konnte. Auch der MDAX der mittelgroßen Werte gab 0,83 Prozent nach.
Geopolitische Belastungen
Die Furcht vor einer Eskalation der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie die ungewisse US-Zinspolitik sorgen für einen verhaltenen Handelsverlauf weltweit. Die Angst vor einem möglichen US-Militärschlag gegen den Iran lässt die Ölpreise um rund zwei Prozent steigen, wobei Brent über die Marke von 70 Dollar je Fass klettert. Analysten zeigen sich besorgt über mögliche Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs in der strategisch wichtigen Straße von Hormus.
Unternehmensentwicklungen
Bei den Einzelaktien sticht Renault mit einem Kursverlust von knapp fünf Prozent hervor, nachdem der französische Autobauer erstmals seit fünf Jahren einen Nettoverlust von 10,9 Milliarden Euro meldete – größtenteils verursacht durch eine Wertberichtigung der Nissan-Beteiligung. Trotzdem liegt Renault mit einer erwarteten Umsatzrendite von 5,5 Prozent noch vor Konkurrent Volkswagen. Airbus verlor über sechs Prozent, da der Flugzeugbauer trotz gutem Jahresergebnis den schwachen Ausblick und Produktionszielverschiebungen für den A320 aufgrund von Triebwerksproblemen bemängelt sah.
Internationale Einflüsse
An der Wall Street stehen alle großen Indizes moderat im Minus, was auf nachlassende Zinshoffnungen nach starken US-Arbeitsmarktdaten zurückzuführen ist. Die Zahl der Arbeitslosenanträge sank in der vergangenen Woche um 23.000 auf 206.000 – der stärkste Rückgang seit November. Volkswirte wie Paul Ashworth von Capital Economics sehen darin Inflationsrisiken, die eine aggressive Zinssenkung der US-Notenbank erschweren könnten.
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