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Inland 27.02.2026, 08:24 Aktualisiert: 27.02.2026, 10:04

Debatte um geplante Kürzung der Solarförderung für Privathaushalte

Das Wirtschaftsministerium will neue private Solaranlagen nicht mehr fördern.

Wichtige Fakten

  • Das Wirtschaftsministerium will neue private Solaranlagen nicht mehr fördern.
  • Besitzer dürften nur noch die Hälfte ihres Solarstroms verkaufen.
  • Grüne und SPD lehnen die Pläne als Sabotage der Energiewende ab.
  • Der Entwurf befindet sich noch in einem frühen Stadium.
  • Der Bundesverband Solarwirtschaft befürchtet einen Einbruch der Nachfrage.

Geplante Förderkürzung

Das Wirtschaftsministerium plant laut einem Gesetzentwurf, die Förderung für neue private Solaranlagen auf Ein- und Zweifamilienhäusern zu streichen. Zudem sollen Besitzer nur noch die Hälfte ihres Solarstroms verkaufen dürfen, und der Verkauf wird komplizierter. Für Balkonkraftwerke und bestehende Anlagen gelten die Änderungen nicht. Der Entwurf befindet sich in einem frühen Stadium und kann noch nachgebessert werden.

Politische Reaktionen

Die Grünen kritisieren die Pläne scharf und sprechen von "blinder Zerstörungswut", die die beliebteste Form der erneuerbaren Energien sabotiere. Die SPD fordert Nachbesserungen und bezeichnet die Förderstreichung für kleine Dachanlagen als "inakzeptabel", da sie im Widerspruch zu Koalitionsvereinbarungen stehe. Die Union argumentiert, dass die Netze bei hoher Solar- und Windeinspeisung bereits überlastet seien und Investitionen erforderten.

Auswirkungen und Unsicherheit

Der Bundesverband Solarwirtschaft warnt, dass ohne staatliche Förderung kaum noch jemand eine neue Solaranlage kaufen werde, obwohl die Anlagen günstiger geworden sind und sich auch ohne Förderung durch Eigenverbrauch für E-Autos oder Wärmepumpen lohnen können. Die Diskussion hat zu Verunsicherung bei potenziellen Investoren geführt.

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