Debatte um Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren gewinnt an Fahrt
Wichtige Fakten
- • SPD und CDU fordern ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 14 Jahren.
- • Die CSU lehnt Verbote ab und setzt auf Medienkompetenz.
- • Plattformbetreiber sollen Altersverifikationssysteme einführen müssen.
- • Kinder- und Jugendärzte unterstützen die Debatte zum Jugendschutz.
- • Die Bundesschülerkonferenz lehnt ein Verbot als unpraktikabel ab.
Politische Initiativen
Die SPD und CDU drängen auf ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren, um Schutz vor suchtverstärkenden Algorithmen, Hass und Mobbing zu bieten. Die SPD hatte bereits präzise Vorschläge mit Altersgrenzen gemacht, und die CDU folgte mit einem Parteitagsbeschluss, der Plattformbetreiber zu effektiven Altersverifikationssystemen unter Androhung von Bußgeldern verpflichten will. Beide Parteien fordern eine zügige Umsetzung im Bundestag.
Widerstand und Details
Die CSU bremst das Vorhaben aus, bezeichnete Altersgrenzen als "realitätsfremd" und plädiert stattdessen für die Stärkung der Medienkompetenz. Zudem sind Details unklar: Die SPD will für 14- bis 16-Jährige verpflichtende Jugendversionen ohne suchtverstärkende Funktionen, während die CDU hier vager bleibt. Die genaue Regelung der Altersverifikation ist ebenfalls noch offen.
Reaktionen aus Wissenschaft und Gesellschaft
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte begrüßt die Debatte, betont aber die Notwendigkeit eines Ausbaus psychosozialer Versorgungsangebote. Die Bundesschülerkonferenz lehnt ein Verbot ab, da Social Media wichtige Informationsquellen sind, und fordert frühere Medienkompetenzvermittlung.
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