Ermittlungen gegen Spaniens Ex-Premier Zapatero: Steuerbetrug und Schmuggel
Wichtige Fakten
- • Bei einer Durchsuchung wurden Schmuck und Uhren im Wert von 1,3 Mio. Euro gefunden.
- • Zapatero wird mangelnde Steuerpapiere für die Schmuckstücke vorgeworfen.
- • Bereits seit 2021 läuft eine Untersuchung zu Einflussnahme zugunsten von Plus Ultra.
- • Sprecher sagt, Schmuck stammt aus Erbschaft und Reisen; Zapatero bestreitet Vorwürfe.
- • Zapatero muss im Juni 2026 vor dem Ermittlungsrichter erscheinen.
Durchsuchung fördert teuren Schmuck zutage
Gegen den ehemaligen spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero werden neue Ermittlungen eingeleitet. Hintergrund ist die Entdeckung von Schmuck und Uhren im Wert von rund 1,3 Millionen Euro in seinem Tresor im Büro der Sozialistischen Partei. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Steuerbetrug und Schmuggel vor, weil die Herkunft der Edelsteine und die Zahlung von Zöllen nicht nachvollziehbar seien. Der Schmuck stammt laut Medienberichten aus Sambia und Thailand und wurde mit Gold, Saphiren und Smaragden gefertigt.
Erste Vorwürfe wegen Plus Ultra Bailout
Zapatero steht bereits seit längerem im Verdacht, für die Rettung der Fluggesellschaft Plus Ultra im Jahr 2021 Schmiergelder angenommen zu haben. Damals war dem Unternehmen ein Kredit über 53 Millionen Euro aus staatlichen Corona-Hilfsfonds gewährt worden. Der Ex-Premier bestreitet alle Anschuldigungen und kündigte an, vor Gericht auszusagen. Ende Mai hatte die Polizei bereits die Zentrale der Sozialisten sowie Wohnungen von Spitzenbeamten durchsucht. Der Fall sorgt in Spanien für Aufsehen, da erstmals ein ehemaliger Premier ins Visier der Fahnder gerät.
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