Ermittlungen zu Epsteins Flügen nach London und Druck auf das britische Königshaus
Wichtige Fakten
- • Britische Polizei untersucht 90 Flüge von Epsteins Privatjet nach London.
- • Flüge brachten junge Frauen und Minderjährige aus Osteuropa.
- • Verdacht auf Umgehung von Einreisebestimmungen durch Zwischenlandung in England.
- • Ehemaliger Prinz Andrew lud Epstein 2010 in den Buckingham-Palast ein.
- • Journalist Andrew Lownie kritisiert mangelnde Ermittlungen gegen Royals.
Ermittlungen zu Flügen
Die britische Polizei untersucht neue Hinweise auf möglichen Menschenhandel durch den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. Laut Berichten soll sein Privatjet etwa 90 Mal junge Frauen – darunter mindestens eine Minderjährige – aus Lettland, Litauen und Russland nach London gebracht haben. Die Flüge, die von den Beteiligten verächtlich als 'Lolita-Express' bezeichnet wurden, wurden über einen speziellen Terminal in London Stansted abgewickelt, wo Privatjets landen. Es besteht der Verdacht, dass Einreisebestimmungen durch die Zwischenlandung in England umgangen wurden, um Opfer in die USA zu bringen.
Druck auf Königshaus
Gleichzeitig steigt der Druck auf das britische Königshaus, insbesondere auf den ehemaligen Prinzen Andrew. Aus den Epstein-Akten geht hervor, dass Andrew Mountbatten-Windsor Epstein 2010 in den Buckingham-Palast einlud, nachdem Epstein bereits verurteilt worden war. In einer E-Mail bot Epstein an, drei Frauen mitzubringen, 'um ein bisschen Leben rein zu bringen'. Medien berichten, dass Sicherheitskräfte junge Frauen ohne Kontrolle in den Palast ließen, wo Andrew Führungen gab. Trotz dieser Enthüllungen gibt es noch keine offiziellen Ermittlungen gegen ihn, was Fragen nach möglicher Sonderbehandlung für Royals aufwirft.
Offene Fragen
Viele Fragen bleiben offen, darunter, ob alle Einreisebestimmungen eingehalten wurden und was die Polizei wusste. Der Journalist Andrew Lownie kritisiert, dass seine Recherchen durch die Regierung behindert werden, die Dokumente zu Andrews Tätigkeit als Handelsgesandter leugnet. Die BBC hat den Palast nach einem Besucherregister gefragt, erhielt jedoch keine Antwort, was Zweifel an der Transparenz des Königshauses nährt.
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