EZB-Zinserhöhung im Juni immer wahrscheinlicher
Wichtige Fakten
- • EZB-Direktorin Isabel Schnabel hält Juni-Zinserhöhung für nötig.
- • Einlagezins soll von 2,00% auf 2,25% steigen.
- • Ölpreisschock durch Iran-Krieg treibt Inflation in Eurozone.
- • Eurozone Inflation im April bei 3,0% - über EZB-Ziel.
- • EZB-Rat entscheidet am 11. Juni über Leitzins.
EZB signalisiert Zinserhöhung im Juni
Der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges hat die Europäische Zentralbank (EZB) alarmiert. EZB-Direktorin Isabel Schnabel hält eine Zinserhöhung im Juni für nötig. Der EZB-Rat entscheidet am 11. Juni über den Leitzins. Erwartet wird eine Anhebung des Einlagezinssatzes von derzeit 2,00% auf 2,25%, was die erste Zinsänderung seit Sommer 2025 wäre und einen neuen Zinserhöhungszyklus einleiten könnte.
Inflation und Konjunktur unter Druck
Der Ölpreisschock treibt die Inflation in der Eurozone über das Ziel von 2%. Im April lag sie bei 3,0%, einige Experten erwarten sogar einen Anstieg über 4%. Gleichzeitig bremst der Schock die Konjunktur: Das BIP im Euroraum stieg nur um 0,1% im ersten Quartal. Für Deutschland halbierte die EU-Kommission die Wachstumsprognose auf 0,6%. Schnabel betont die Dauerhaftigkeit des Schocks, selbst bei einem sofortigen Kriegsende.
Aktienmarkt zeigt sich gelassen
Trotz der Zins- und Konjunkturaussichten hat der Dax seinen Einbruch infolge des Iran-Krieges zuletzt fast vollständig wettgemacht. Am Dienstag notierte der Leitindex bei 25.240 Punkten, ein Minus von 0,6%, belastet von Zweifeln an einer raschen Friedenslösung. Die Börse reagierte bisher recht gelassen auf die Zinserwartungen.
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