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Inland 23.03.2026, 17:00 Aktualisiert: 23.03.2026, 18:08

FDP-Vorstand tritt nach Landtagswahl-Niederlagen zurück – Dürr will erneut kandidieren

Der gesamte FDP-Bundesvorstand tritt nach Landtagswahl-Niederlagen zurück.

Wichtige Fakten

  • Der gesamte FDP-Bundesvorstand tritt nach Landtagswahl-Niederlagen zurück.
  • Die FDP scheiterte in Rheinland-Pfalz mit 2,1% und in Baden-Württemberg mit 4,4% an der 5%-Hürde.
  • Parteichef Christian Dürr und Generalsekretärin Nicole Büttner wollen sich im Mai neu wählen lassen.
  • Kritik kommt von FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann wegen strategischer Fehler.

Rücktritt des Vorstands

Nach den Niederlagen der FDP bei den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg hat Parteichef Christian Dürr zusammen mit dem gesamten Bundesvorstand seinen Rücktritt angekündigt. Die FDP war in Rheinland-Pfalz mit 2,1 Prozent und in Baden-Württemberg mit 4,4 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert, wodurch sie aus beiden Landtagen flog. Dürr erklärte, dass der Vorstand beim Parteitag Ende Mai neu gewählt werden soll, um eine neue Legitimation und klare Kursbestimmung zu erreichen.

Neuwahlen und interne Kritik

Dürr und Generalsekretärin Nicole Büttner kündigten an, sich bei der Neuwahl erneut zur Verfügung zu stellen, wobei Dürr auch eine Kampfabstimmung nicht ausschließt. Innerparteiliche Kritik kam von FDP-Europapolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die falsche strategische Entscheidungen und Orientierungslosigkeit der Parteiführung als Ursachen für die Wahlniederlagen benannte. Sie warf der Partei vor, aus dem Schock des Bundestagsauszugs 2025 keine angemessenen Lehren gezogen zu haben.

Hintergrund und Perspektiven

Christian Dürr war erst im Mai 2025 als Nachfolger von Christian Lindner zum Parteivorsitzenden gewählt worden, nachdem die FDP bei der Bundestagswahl 2025 an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war. Beobachter spekulieren, dass Strack-Zimmermann sich möglicherweise um einen Spitzenposten in der Partei bewerben könnte. Die anstehende Neuwahl soll die Zukunft der FDP nach einer Reihe von Rückschlägen neu ausrichten.

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