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Wirtschaft 12.06.2026, 08:56 Aktualisiert: 12.06.2026, 15:03

SpaceX-Börsengang sorgt für Euphorie, Experten warnen vor Übertreibung

SpaceX-Börsengang startet mit Ausgabepreis von 135 Dollar.

Wichtige Fakten

  • SpaceX-Börsengang startet mit Ausgabepreis von 135 Dollar.
  • Bewertung von SpaceX bei knapp 1,8 Billionen Dollar.
  • SpaceX schrieb 2025 einen Verlust von 4,9 Milliarden Dollar.
  • Nur Starlink ist profitabel mit 4,4 Milliarden Dollar Gewinn.
  • Elon Musk behält über 80% der Stimmrechte nach dem Börsengang.

DAX und Märkte im Aufwind

Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran treibt die Aktienmärkte an. Der DAX stieg im frühen Handel um 1,4 Prozent auf 24.558 Zähler, nachdem er am Donnerstag trotz EZB-Zinserhöhung leicht zugelegt hatte. Unterstützung erhalten die Märkte durch fallende Ölpreise, die auf ein steigendes Angebot und schwächere Nachfrage zurückgehen. Der Tankrabatt in Deutschland bremste zudem den Inflationsschub: Die Teuerungsrate sank im Mai auf 2,6 Prozent, nachdem sie im April noch bei 2,9 Prozent gelegen hatte. Experten bleiben jedoch skeptisch: Die Kursgewinne seien auf Sand gebaut, solange keine offizielle Bestätigung des Friedensabkommens vorliegt.

SpaceX-Börsengang als Höhepunkt

Mit der erneuten Friedensankündigung Trumps sollte ein günstiges Umfeld für den Börsengang von SpaceX geschaffen werden. Die Aktie wird ab 15:30 Uhr MEZ gehandelt, der Ausgabepreis liegt bei 135 Dollar. Mit einer Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar ist dies der mit Abstand größte Börsengang der Welt. Elon Musk könnte damit zum Billionär werden – auf dem Papier. Das Unternehmen schreibt jedoch noch tiefrote Zahlen: 2025 betrug der Verlust 4,9 Milliarden Dollar bei Umsätzen von 18,7 Milliarden Dollar. Nur der Satelliteninternet-Dienst Starlink ist profitabel und erzielte 4,4 Milliarden Dollar Gewinn. Die KI-Sparte und das Raumfahrtgeschäft belasten die Bilanz.

Warnung vor Euphorie und Risiken

Experten warnen vor zu viel Euphorie. Die Bewertung von SpaceX entspricht dem 94-Fachen des Jahresumsatzes – ein außergewöhnlich hoher Wert im Vergleich zum Nasdaq-100-Durchschnitt von knapp sieben. Zudem kommen nur weniger als fünf Prozent der Aktien an die Börse, was den Kurs anfangs treiben könnte. Altaktionäre dürfen früher verkaufen, was zu anhaltendem Verkaufsdruck führen kann. Anlageexperten sehen Parallelen zur Dotcom-Blase Ende der 1990er. Elon Musk behält mit über 80 Prozent der Stimmrechte die Kontrolle, was ihn zum größten Risiko des Unternehmens macht. Die Zukunft hängt von Musks Visionen ab – darunter Mars-Missionen und Rechenzentren im All, die technisch noch höchst herausfordernd sind.

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