Gedenken an NSU-Opfer Mehmet Kubaşık: 20 Jahre nach dem Mord fordern Familie und Politik weiter Aufklärung
Wichtige Fakten
- • Mehmet Kubaşık wurde vor 20 Jahren in Dortmund von NSU-Terroristen ermordet.
- • NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst entschuldigte sich im Namen des Landes für Staatsversagen.
- • Die Familie fordert weitere Aufklärung zu Unterstützern und Ermittlungsfehlern.
- • Der NSU ermordete zwischen 2000 und 2007 insgesamt zehn Menschen.
Gedenkveranstaltung in Dortmund
Zum 20. Jahrestag des Mordes an Mehmet Kubaşık durch das rechtsextreme Terrornetzwerk NSU versammelten sich über 500 Menschen in Dortmund zu einer Gedenkkundgebung. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Dortmunds Oberbürgermeister Alexander Kalouti nahmen teil, wobei Wüst sich im Namen des Landes Nordrhein-Westfalen bei der Familie entschuldigte und von einem Staatsversagen sprach.
Forderungen nach weiterer Aufklärung
Die Familie Kubaşık und die Angehörigen anderer NSU-Opfer fordern eine umfassende Aufklärung der Morde. Insbesondere werden Fragen zu möglichen Unterstützern des NSU in Dortmund und zu Ermittlungsfehlern der Sicherheitsbehörden aufgeworfen. Gamze Kubaşık, die Tochter des Ermordeten, betont die anhaltende Bedeutung der Aufarbeitung für den Kampf gegen Rassismus und rechte Gewalt.
Hintergrund des NSU
Der NSU, dessen Kerntrio aus Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe bestand, ermordete zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen und verübte weitere Straftaten. Viele Aspekte, wie die Auswahl der Opfer, bleiben ungeklärt. Die Gedenkveranstaltung diente auch dazu, an das Leben von Mehmet Kubaşık als Familienmensch und Kioskbetreiber in der Dortmunder Nordstadt zu erinnern.
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