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Inland 04.04.2026, 09:56

Verdächtiger nach Sprengkörper-Vorfall in ICE bei Siegburg festgenommen

Ein 20-jähriger Deutscher zündete pyrotechnische Gegenstände in einem ICE bei Siegburg.

Wichtige Fakten

  • Ein 20-jähriger Deutscher zündete pyrotechnische Gegenstände in einem ICE bei Siegburg.
  • Zwölf Menschen erlitten leichte Verletzungen, einer wurde kurzzeitig ins Krankenhaus gebracht.
  • Der Verdächtige wurde festgenommen, ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen.
  • Ermittler prüfen Hinweise auf eine rechte Gesinnung und psychische Erkrankung.
  • Der ICE wurde gestoppt, die Schnellfahrstrecke Frankfurt-Köln zeitweise gesperrt.

Ereignis und Festnahme

Am Donnerstagabend zündete ein 20-jähriger Deutscher aus Aachen in einem ICE bei Siegburg mehrere pyrotechnische Gegenstände, wobei zwölf Menschen leicht verletzt wurden; eine Person erlitt ein Knalltrauma und wurde kurzzeitig ins Krankenhaus gebracht. Reisende wählten den Notruf, nachdem der vermummte Mann die Gegenstände entzündet hatte, und schlossen ihn daraufhin in einer Zugtoilette ein. Der Verdächtige wurde am Bahnhof Siegburg festgenommen, bei ihm wurden eine Maske, zwei Messer und zwei frei verkäufliche Rauchkörper gefunden.

Ermittlungen und Motiv

Der Staatsschutz der Polizei Bonn übernahm die Ermittlungen in Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf; ein Ermittlungsrichter erließ einen Haftbefehl wegen des Verdachts auf versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Sprengstoffgesetz. Das genaue Motiv ist noch unklar, aber Ermittler prüfen Hinweise auf eine rechte Gesinnung und eine mögliche psychische Erkrankung, wobei der Mann dem rechten politischen Spektrum zugerechnet wird.

Folgen und Einsatz

Nach dem Vorfall wurden rund 180 Passagiere und Bahnpersonal aus dem Zug gebracht und in einer nahegelegenen Turnhalle von der Feuerwehr versorgt, Notfallseelsorger standen bereit. Der ICE stand mehrere Stunden auf Gleis sechs, eine Durchsuchung ergab keine weiteren gefährlichen Gegenstände. Wegen des Polizeieinsatzes war die Schnellfahrstrecke Frankfurt-Köln zeitweise gesperrt, Fernzüge wurden umgeleitet, der Einsatz endete gegen ein Uhr nachts.

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