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Inland 13.02.2026, 04:53 Aktualisiert: 13.02.2026, 10:04

Gewalt gegen Bahnpersonal: Sicherheitsgipfel sucht nach Lösungen

Zugbegleiter berichten von zunehmender Gewalt und Respektlosigkeit nach Corona.

Wichtige Fakten

  • Zugbegleiter berichten von zunehmender Gewalt und Respektlosigkeit nach Corona.
  • Gewerkschaften fordern Doppelbesetzung in Zügen seit Jahren ohne Erfolg.
  • Ein Sicherheitsgipfel in Berlin soll Lösungen für den Schutz des Personals erarbeiten.
  • Selbstverteidigungskurse werden angeboten, aber ihre Wirksamkeit ist umstritten.

Sicherheitsdebatte nach tödlichem Angriff

Nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters ist die Diskussion über den Schutz des Bahnpersonals entbrannt. Ein Sicherheitsgipfel in Berlin soll Lösungen bringen, während Gewerkschaften wie die EVG und GdL seit Jahren auf die zunehmende Gewalt hinweisen. Zugbegleiter berichten von körperlichen Übergriffen, Bedrohungen und Respektlosigkeit, die besonders nach der Corona-Pandemie schlimmer geworden sei.

Forderungen und Maßnahmen

Im Mittelpunkt steht die Forderung nach Doppelbesetzung in Zügen, um die Sicherheit der oft allein arbeitenden Zugbegleiter zu erhöhen. Zudem werden Selbstverteidigungskurse angeboten, die Techniken zur Deeskalation und Verteidigung vermitteln sollen. Allerdings äußern einige Betroffene wie die Zugbegleiterin Marlen Wolf Skepsis gegenüber solchen Kursen, da reale Situationen im Zug schwer zu simulieren seien.

Perspektiven der Betroffenen

Die Betroffenen beschreiben einen Alltag mit Angst, besonders nach dem Tod ihres Kollegen Serkan Çalar, der bei einer Fahrkartenkontrolle attackiert wurde. Viele gehen nun ängstlicher zur Arbeit und müssen abwägen, ob sie Fahrgäste kontrollieren. Ihre Hoffnungen richten sich auf den bevorstehenden Sicherheitsgipfel, der konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheitslage erarbeiten soll.

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