Greenpeace klagt gegen JBS: Transparenz über Milliarden-Expansionsplan gefordert
Wichtige Fakten
- • Greenpeace petitioniert niederländische Gerichte gegen JBS.
- • JBS plant 6 Mrd. US-Dollar Expansion, u.a. in Nigeria.
- • Klage fordert Offenlegung von Klima- und Menschenrechtsauswirkungen.
- • JBS hat CO2-Netto-Null-Versprechen und Nachhaltigkeitsziele aufgegeben.
Hintergrund
Greenpeace hat bei niederländischen Gerichten einen Antrag gegen den weltgrößten Fleischkonzern JBS eingereicht. Ziel ist es, das Unternehmen zur Offenlegung zu zwingen, wie sein 6 Milliarden US-Dollar schwerer globaler Expansionsplan mit Klima- und Menschenrechtsverpflichtungen vereinbar ist. JBS hat seinen Hauptsitz nach Den Haag verlegt, unterliegt damit niederländischem Recht.
Expansionspläne in Nigeria
Im Zentrum steht der Plan, 2,5 Milliarden US-Dollar in sechs große Fleischverarbeitungsanlagen in Nigeria zu investieren. Zivilgesellschaftliche Gruppen kritisieren mangelnde Transparenz über soziale und ökologische Folgen, etwa für Kleinbauern und Treibhausgasemissionen. Greenpeace bezweifelt, dass JBS ausreichende Risikoanalysen durchgeführt hat.
Juristischer Schritt und Präzedenz
Es ist das erste Mal, dass ein solcher Antrag gegen ein Agrarunternehmen gestellt wird; bisher waren nur fossile Konzerne betroffen. Greenpeace-Anwälte hoffen auf wegweisendes Urteil. JBS hat sich zu Nachhaltigkeit verpflichtet, aber mehrfach versäumt, diese Ziele einzuhalten.
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