Günther fordert Rücktritt von neuem Linken-Chef Pantisano
Wichtige Fakten
- • Daniel Günther (CDU) fordert Linken-Chef Pantisano zum Rücktritt auf.
- • Pantisano warf der CDU faschistische Politik und Gleichsetzung mit der AfD vor.
- • Pantisano wurde mit schwachen 53 Prozent zum Co-Chef gewählt.
- • Er relativierte seine Aussage später im ZDF als verkürzte Darstellung.
- • Co-Chefin Ines Schwerdtner wurde mit 86 Prozent im Amt bestätigt.
Rücktrittsforderung nach Faschismus-Vergleich
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat den neugewählten Co-Vorsitzenden der Linken, Luigi Pantisano, zum sofortigen Rücktritt aufgefordert. Hintergrund ist ein Video-Interview, in dem Pantisano sagte, es gebe keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik mache, der AfD und Faschisten. Günther erklärte, Pantisano habe sich damit für jeden ernsthaften demokratischen Austausch disqualifiziert und sollte sich schnellstmöglich aus der Politik verabschieden.
Schwaches Wahlergebnis und Relativierung
Pantisano war erst am Samstag beim Bundesparteitag der Linken in Potsdam mit nur 53 Prozent der Delegiertenstimmen zum neuen Co-Parteichef gewählt worden. Er tritt die Nachfolge von Jan van Aken an, während Co-Chefin Ines Schwerdtner mit knapp 86 Prozent bestätigt wurde. Bereits am Sonntag relativierte Pantisano seine Äußerungen in der ZDF-Sendung Berlin Direkt und sprach von einer verkürzten Darstellung. Es sei ihm um die Sorge gegangen, dass die CDU Positionen der AfD übernehme.
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