Hausärzte kritisieren Sparpläne von Gesundheitsministerin Warken als planlos
Wichtige Fakten
- • Sparpaket des Kabinetts soll 29. April beschlossen werden.
- • Gesetzliche Krankenkassen sollen 2027 rund 20 Mrd. Euro entlasten.
- • Hausärzteverband kritisiert Pläne als planlos und widersprüchlich.
- • Primärversorgungssystem soll Hausärzte als erste Anlaufstelle stärken.
- • Vorgesehen sind höhere Zuzahlungen und Ausgabenbremsen für Anbieter.
Kritik des Hausärzteverbandes
Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat die Sparpläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) als „vollkommen planlos“ kritisiert. Der Verbandsvorsitzende Markus Blumenthal-Beier warf der Ministerin vor, einerseits mehr Aufgaben für Hausärzte zu fordern, andererseits massiv bei diesen zu kürzen. Er bezeichnete das Spargesetz als „Zerstörungsprogramm für die Hausarztpraxen“. Das geplante Primärversorgungssystem, das Hausärzte künftig als erste Anlaufstelle vorsieht, werde so nicht zu realisieren sein.
Inhalt des Sparpakets
Das Bundeskabinett soll am 29. April das Paket beschließen, das die gesetzlichen Krankenkassen 2027 um knapp 20 Milliarden Euro entlasten soll. Ziel ist es, steigende Kassenbeiträge zu vermeiden. Vorgesehen sind höhere Zuzahlungen und Einschnitte für Patienten sowie milliardenschwere Ausgabenbremsen für Praxen, Kliniken und Arzneihersteller.
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