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Politik 10.06.2026, 04:00 Aktualisiert: 10.06.2026, 10:03

Historisches Misstrauen: Nur jeder zehnte Europäer sieht USA noch als Verbündeten

Nur 11% der Europäer sehen USA als Verbündeten, ein historischer Tiefstand.

Wichtige Fakten

  • Nur 11% der Europäer sehen USA als Verbündeten, ein historischer Tiefstand.
  • Mehrheit in allen 15 Ländern bezweifelt US-Beistand bei Angriff.
  • Europäer sind zunehmend bereit, mehr in eigene Verteidigung zu investieren.
  • US-Angriffe auf den Iran lösen Börsenturbulenzen in Asien aus.
  • Ölpreis bleibt trotz Eskalation stabil bei etwa 91 Dollar pro Barrel.

Vertrauensverlust und geopolitische Folgen

Laut einer Umfrage des European Council on Foreign Relations (ECFR) sehen nur noch 11% der Europäer die USA als Verbündeten – ein historischer Tiefstand. Die Befragung aus 15 Ländern zeigt, dass Mehrheiten in allen Staaten bezweifeln, dass die USA ihnen im Angriffsfall beistehen würden. Gleichzeitig sind die Europäer offener für höhere Verteidigungsausgaben und mehr Eigenständigkeit. US-Präsident Donald Trump wird für die Verschlechterung der Beziehungen verantwortlich gemacht, der Großteil der Befragten erwartet jedoch eine Besserung nach Trumps Abgang.

Wirtschaftliche Auswirkungen der Iran-Konflikte

Ein weiterer Schauplatz ist der erneute Konflikt zwischen den USA und Iran, der asiatische Aktienmärkte massiv belastet: Japans Nikkei fiel um 2%, der südkoreanische Kospi sogar um 6%. Ölpreise hielten sich trotz der Anschläge zunächst stabil bei ca. 91 Dollar. Fehlende Waffenruheaussichten und die Blockade der Straße von Hormus halten die Unsicherheit hoch. Chinas Produzentenpreise stiegen aufgrund der höheren Energiekosten auf den höchsten Stand seit knapp vier Jahren – was die Inflation gleichermaßen wie die Abhängigkeit von globalen Energiemärkten unterstreicht.

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