Hitzewelle und Wassermangel: Deutsche Wasserversorgung unter Druck
Wichtige Fakten
- • München verbietet Gießen zwischen 9 und 19 Uhr, Pools dürfen nicht befüllt werden
- • Fast 19% der Wasserversorger halten Infrastruktur für Hitze kaum geeignet
- • VKU-Gutachten: 800 Milliarden Euro Investitionsbedarf in 20 Jahren
- • 63% der Unternehmen sehen kaum Fortschritte bei Wasserstrategie-Umsetzung
Trinkwasserversorgung in Gefahr
Lange Trockenphasen und Rekordhitze setzen die Trinkwasserversorgung in Deutschland zunehmend unter Druck. Eine Report Mainz-Umfrage unter Wasserversorgern in den 50 größten Städten und Kreisen zeigt: Knapp 19 Prozent der befragten Unternehmen halten die Versorgung angesichts zunehmender Hitzetage mit der vorhandenen Infrastruktur für kaum oder gar nicht mehr zu bewältigen. 45 Prozent bewerten die Lage als 'gerade noch machbar'. München dient als Beispiel: Seit Wochen kämpft die Stadt mit Wasserknappheit, hat Bewässerungsverbote erlassen und öffentliche Brunnen abgestellt. Der Münchner Spezialist Jörg Drewes (TU München) spricht von einem 'neuen Normal'. Auch die Umsetzung der 2023 beschlossenen Nationalen Wasserstrategie stockt: 63 Prozent der Unternehmen sehen kaum Fortschritte. Ein Mitte 2025 erstelltes Gutachten des VKU beziffert den Investitionsbedarf auf 800 Milliarden Euro in 20 Jahren, davon 80 bis 120 Milliarden für Klimaanpassung. Das Bundesumweltministerium verweist auf den Koalitionsvertrag und fehlende belastbare Zahlen.
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