Hochtief steigt in DAX auf, Porsche SE rutscht in MDAX ab
Wichtige Fakten
- • Hochtief seit 22.06.2026 im DAX, Porsche SE steigt ab.
- • Hochtief baut KI-Rechenzentren & profitiert von Infrastrukturprogrammen.
- • Akite von Hochtief verdreifachte sich binnen eines Jahres.
- • Porsche SE verzeichnete im 1. Quartal 2026 über 900 Mio. Verlust.
- • DAX schloss am 22.06. um 0,6% höher bei 25.139 Punkten.
DAX-Aufnahme von Hochtief
Der Baukonzern Hochtief ist seit dem 22. Juni 2026 im deutschen Leitindex DAX vertreten und ersetzt dort die Porsche SE, die in den MDAX absteigt. Der Aufstieg von Hochtief ist das Ergebnis einer beeindruckenden Kursentwicklung: Der Aktienkurs hat sich innerhalb eines Jahres fast verdreifacht. Der Börsenwert liegt nun bei knapp 40 Milliarden Euro, der Streubesitz beträgt jedoch nur etwa 21 Prozent, während der spanische Baukonzern ACS die Mehrheit hält.
Gründe für den Erfolg
Hochtief profitiert stark vom KI-Boom, insbesondere durch den Bau von Rechenzentren in den USA. Einem Bericht der Tagesschau zufolge ist eine Unternehmenstochter in Indiana am Bau eines 10-Milliarden-Dollar-Rechenzentrums für Meta beteiligt. Darüber hinaus tragen milliardenschwere Infrastrukturprogramme und steigende Verteidigungsausgaben in vielen Ländern zum Erfolg bei. Der Konzern meldete kürzlich einen Rekordauftragsbestand und hohe Gewinnzuwächse.
Porsche SE in der Krise
Die Porsche SE meldete im ersten Quartal einen Verlust von über 900 Millionen Euro, hauptsächlich aufgrund milliardenschwerer Abschreibungen auf ihre VW-Beteiligung. Die gesamte Autobranche leidet unter schwacher Konjunktur und starker Konkurrenz aus China. Bereits im vergangenen Jahr war die Porsche AG aus dem DAX ausgeschieden. Der Aufstieg von Hochtief zeigt laut Analysten, dass traditionelle Branchen ebenfalls vom KI-Boom profitieren können.
Weitere Indexänderungen
Neben dem DAX-Wechsel gibt es auch im MDAX Veränderungen: Suss Microtec, Elmos Semiconductor und Siltronic steigen aus dem SDAX auf und ersetzen Redcare Pharmacy, Ströer und Jungheinrich. Alle drei Monate überprüft die Deutsche Börse die Indexzusammensetzungen auf Basis von Börsenwert und Handelsumsatz.
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