Ifo-Index steigt: Deutsche Wirtschaft zeigt erste Aufschwungssignale
Wichtige Fakten
- • Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Februar auf 88,6 Punkte (höchster Stand seit August).
- • Besonders Industrie, Dienstleistungen und Baugewerbe melden Stimmungsaufhellung.
- • 9.000 Unternehmen monatlich befragt – aktuelle Lage und Erwartungen leicht verbessert.
- • Auftragslage in der Industrie besser, Produktionsausweitungen geplant.
- • Handel und Einzelhandel zeigen gemischte bis negative Entwicklung.
Stimmungsaufhellung in der deutschen Wirtschaft
Die Stimmung in deutschen Unternehmen hat sich im Februar spürbar aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg auf 88,6 Punkte und erreichte damit den höchsten Stand seit August 2025. Nach Angaben des Münchner Forschungsinstituts, das monatlich 9.000 Firmen befragt, bewerten viele Unternehmen ihre aktuelle Lage besser und blicken vorsichtig optimistischer auf die kommenden Monate. Experten sehen darin erste Signale für eine Belebung der Konjunktur.
Branchenspezifische Entwicklungen
Besonders in der Industrie, im Dienstleistungssektor und im Baugewerbe hat sich das Geschäftsklima verbessert. Industriebetriebe berichten von einer besseren Auftragslage und planen teilweise Produktionsausweitungen, während im Dienstleistungsbereich vor allem die Zukunftsaussichten optimistischer eingeschätzt werden. Im Baugewerbe setzt sich eine langsame Erholung fort, allerdings bleibt die Auftragslage schwierig. Dagegen zeigte der Handel eine gemischte Entwicklung mit einer leichten Eintrübung, insbesondere im Einzelhandel.
Wirtschaftlicher Kontext und Unsicherheiten
Die deutsche Wirtschaft verzeichnete Ende 2025 ein Wachstum von 0,3 Prozent und startete mit moderatem Wachstum ins neue Jahr. Institutionen wie die Deutsche Bank und KfW äußern sich optimistisch und sehen deutliche Anzeichen für einen Konjunkturaufschwung. Allerdings warnt ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe, dass der Stimmungsaufschwung noch nicht breitflächig angekommen sei. Zusätzliche Unsicherheiten ergeben sich aus der US-Zollpolitik, wo vorübergehende Zölle von 15 Prozent angekündigt wurden, was die weitere wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen könnte.
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